Sonntag, 30. Mai 2010

Goldene Schallplatte für Sawatzki und Berkel

Auszeichnung für erfolgreiches Hörbuch
wj Wiesmoor. Für 100 000 verkaufte Exemplare des von ihnen gelesenen Hörbuches „Gut gegen Nordwind“ sind die Schauspieler Andrea Sawatzki und Christian Berkel am Sonnabend offiziell mit einer „Goldenen Schallplatte“ geehrt worden. Die feierliche Übergabe der Auszeichnung fand auf der Wiesmoorer Freilichtbühne im Rahmen der Veranstaltung „Nach oben offen“ statt. Neben Sawatzki und Berkel traten dort außerdem noch der Bergsteiger und Bestsellerautor Reinhold Messner sowie der Schauspieler Ben Becker mit seiner „Zero Tolerance Band“ auf.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 31. Mai 2010)

Samstag, 29. Mai 2010

Theater IGS Aurich-West

Stoff aus brasilianischer Legende verarbeitet
wj Aurich. Der Legende nach gilt „Curupira“ als Beschützer des Waldes, lockt aber auch gerne mal Kinder in den Dschungel, um sie dort gefangen zu halten. Von diesem ursprünglich in Brasilien beheimateten Fabelwesen hat sich der Theater-Wahlpflichtkurs der 10. Jahrgangsstufe der IGS Aurich-West zu seinem neuen Stück inspirieren lassen. Am Freitag fand im Forum der Schule die Uraufführung statt.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 31. Mai 2010)

Freitag, 28. Mai 2010

8. Auricher Filmklappe

Preise für Nachwuchsfilmemacher
wj Aurich. Insgesamt 73 Kurzfilmbeiträge aus dem Raum Ostfriesland, Friesland und Oldenburg sind 2010 für die nunmehr achte Auflage des Nachwuchswettbewerbs „Auricher Filmklappe“ eingereicht worden. Gestern fand im Kino des Carolinenhofs die Preisverleihung statt. Kinder und Jugendliche aus Auricher Schulen und Einrichtungen konnten dabei in diesem Jahr gleich in mehreren Kategorien Erfolge für sich verbuchen.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 29. Mai 2010)

KINO - SEX AND THE CITY 2

wj Aurich. Sie geht weiter, die Geschichte um die vier schier unzertrennlichen Freundinnen Carrie, Charlotte, Samantha und Miranda. Nachdem die letzte Fernsehepisode von „Sex and the City“ längst abgedreht war, gab es 2007 die Fortsetzung auf der Leinwand. Nun ist der zweite Kinofilm um das Quartett angelaufen. Dieses Mal geht es für sie ab in die Wüste nach Abu Dhabi.

So hat sich Carrie (Sarah Jessica Parker) ihr Eheleben gewiss nicht vorgestellt: Während sie nach Feierabend etwas erleben und in schicker Abendgarderobe auf die Piste gehen will, hängt ihr Mr. Big (Chris Noth) lieber vor dem Fernsehen ab. Um die alltägliche Routine zu durchbrechen, schlägt der gestresste Gatte vor, zwei Tage die Woche getrennt zu verbringen. Carrie ist zunächst unsicher, ob eine solche Teilzeit-Ehe wirklich eine gute Idee ist. Da kommt Freundin Samantha (Kim Catrall) mit einem verlockenden Angebot gerade recht. In ihrer Funktion als PR-Frau soll sie Werbung für ein Luxushotel in Abu Dhabi machen. Quasi als kleinen Vorschuss darf sie gemeinsam mit ihren Freundinnen dem exotischen Domizil in den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Besuch abstatten, um sich dort auf Kosten des Hauses einmal so richtig verwöhnen zu lassen. Da können auch die anderen beiden Freundinnen schwerlich „Nein!“ sagen. Ohnehin ist Charlotte (Kristin Davis) trotz Unterstützung durch eine Nanny von ihrer Mutterrolle hoffnungslos überfordert, mag sich dies aber partout nicht eingestehen. Miranda (Cynthia Nixon) geht es nicht viel besser. Aufgrund eines Konflikt in ihrer Kanzlei sieht sie sich gezwungen, ein paar für sie überraschende Konsequenzen zu ziehen. Wenngleich Samantha nach wie vor überzeugter Single und praktizierende Nymphomanin ist, hat auch sie mit Problemen zu kämpfen. Sieht sie sich doch plötzlich mit dem Phänomen der Menopause konfrontiert. Allerdings scheint der graue Alltag für das Quartett bald tatsächlich völlig in den Hintergrund zu geraten, als die vier jede für sich in einer schicken eigenen Limousine buchstäblich mitten hinein ins Paradies kutschiert werden...

Was die Optik betrifft, dürfte „Sex and the City 2“ die Erwartungen der Fans voll und ganz erfüllen. Es gibt jede Menge modischen Glamour zu bewundern. Dabei wird noch wesentlich unverschämter und stärker als das bereits in der ersten Leinwandversion der Fall war „Product Placement“ angesagter und zahlungskräftiger Markenhersteller betrieben. Passend dazu erleben die Zuschauer ein buntes Stelldichein prominenter Gaststars. Neben Liza Minelli, Miley Cirus und Mariah Carey hat das deutsche Vorzeige-Model Heidi Klum einen Kurzauftritt. Der schöne Schein kann indes nicht über die äußerst magere Story hinwegtäuschen. Statt spritzig-witziger Dialoge, die stets ein besonderes Merkmal der TV-Serie gewesen sind, haben Drehbuch und Regie dieses Mal vermehrt auf Slapstick gesetzt. Eine leichte Spur von Selbstironie bleibt darin bisweilen zwar erkennbar. Oft wirkt es aber auch einfach bloß albern. Eingefleischte „Sex and the City“-Fans mögen vielleicht bereit sein, darüber hinweg zu sehen. Wer Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda allerdings eh von je her für nichts weiter als oberflächliche und eingebildete Zicken gehalten hat, der dürfte sich durch diesen Film eher bestätigt fühlen denn eines Besseren belehrt zu werden.
(Vollständige Kritik in den Ostfriesischen Nachrichten vom 29. Mai 2010. Trailer: Warner)

Montag, 24. Mai 2010

Hoffest bei Ulferts in Münkeboe

Sollte es wirklich das letzte Mal gewesen sein?
wj Münkeboe. Offiziell wollte es zwar niemand bestätigen. Aber etliche Anzeichen deuten darauf hin, dass der beliebte Bauernmarkt, den die Familie Ulferts über die Pfingsttage zum nunmehr neunten Mal auf ihren Hof veranstaltete, der vorerst letzte gewesen ist. Sollte dem tatsächlich so sein, würden sicherlich sehr viele Leute das jammerschade finden. Wie schon in den Jahren zuvor war auch an den vergangenen beiden Tagen wieder einiges los in Münkeboe.
(Vollständiger Bericht in den Osfriesischen Nachrichten vom 25. Mai 2010)

Sonntag, 23. Mai 2010

Reminiszenz an die Friesische Freiheit

Mittelalterlicher Markt, Heerlager und Wanderung
wj Rahe/Ihlow. Auf was für eine bewegte Geschichte das Volk der Friesen zurückblicken kann, daran erinnerte ein Lager von Markt- und Heerleuten, die über Pfingsten am Kukelorum in Rahe Station gemacht hatten. Parallel dazu begab sich eine in historischen Gewändern gekleidete Gruppe von Männern, Frauen und Kindern auf einen dreitägigen Fußmarsch, der sie von Bagband bis zum Upstalsboom führte. Dort wird es am Dienstag nach Pfingsten noch eine Kundgebung im Gedenken an die einstmalige Versammlung der freien friesischen Landgemeinde an dieser Stelle geben.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 25. Mai 2010)

40 Jahre BSB Timmel

Wie Mallorca - bloß viel gemütlicher
wj Timmel. „Vier tolle Tage Markt und Hafen“ - so lautete das Motto der Feierlichkeiten, die vom vergangenen Freitag bis zum Pfingstmontag anlässlich des 40-jährigen Jubiläum des Bootssportvereins Boekzeteler Meer (BSB) am Timmeler Hafen stattfanden. Und die Veranstalter hatten nicht zu viel versprochen. Bei zum Teil strahlenden Sonnenschein gab es in der Tat viel zu gucken und zu erleben.
Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 25. Mai 2010

Freitag, 21. Mai 2010

2. Dornumer Schloss Open Air

Neues Konzept drückt Eintrittspreis erheblich
wj Dornum. Jede Menge gute Musik, ein Ehemaligentreffen und die Direkt-Übertragung des letzten Fußball-WM-Viertelfinalspiels auf einer Großbildleinwand – das sind drei gute Gründe, um am 3. Juli nach Dornum zu kommen. An diesem Tag wird dort am Schloss nämlich zum zweiten Mal ein Open Air über die Bühne gehen. Für die musikalische Untermalung ist, wie bereits im vergangenen Jahr, die Gruppe „Timecheck“ zuständig. Ansonsten wartet die Veranstaltung jedoch mit etlichen konzeptionellen Neuerungen auf. Trotz des Mehrangebots konnte der Eintrittspreis deutlich gesenkt werden. Näheres erläuterten die Organisatoren am gestrigen Freitag auf einer Pressekonferenz im Schloss Dornum.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 22. Mai 2010)

Donnerstag, 20. Mai 2010

KINO - PRINCE OF PERSIA

wj Aurich. „Jump'n'Run“ - so nennt man Computerspiele, bei denen vorzugsweise die besagten Fortbewegungsarten „Springen und Rennen“ im Fokus des Geschehens stehen. „Prince of Persia“ zählt zu den absoluten Klassikern dieses Genres. Die Ursprünge des Spiels lassen sich bis in die 80er Jahre zurückverfolgen. Jetzt gibt es die Geschichte vom „Prinz von Persien“ und dem „Sand der Zeit“ als Kinoversion realisiert durch den Star-Produzenten Jerry Bruckheimer („Fluch der Karibik“, „CSI“).

Persien im sechsten Jahrhundert: Mit Weisheit und Güte herrscht Sharaman (Ronald Pickup) über sein Königreich. In ferner Zukunft sollen Prinz Tus (Richard Coyle) und sein jüngerer Bruder Prinz Garsiv (Toby Kebbell) das Erbe ihres Vaters antreten. Eines Tages bekommt die Familie unverhofft Zuwachs. Ein mutiger kleiner Junge namens Dastan hält bei seiner akrobatischen Flucht eine Schar Krieger zum Narren und gewinnt dadurch die Gunst des Königs, der ihn als Adoptivsohn aufnimmt.

Viele Jahre später ist aus Dastan (Jake Gyllenhaal) ein verwegener Draufgänger geworden. Die erste schwere Prüfung für ihn und seine Brüder naht, als sie mit ihrem Onkel Nizam (Ben Kingsley) und dem königlichen Heer nach Alamut ziehen. Bisher galt diese Stadt Sharaman als heilig und unantastbar. Berichten von Spionen zufolge steht sie nun aber im Verdacht, Waffen an die Feinde des Königs zu liefern. Obwohl Tus und Dastan die Gebote ihres Vaters kennen und deshalb Alamut verschonen wollen, lassen sie sich von Garsiv zu einem Frontalangriff überreden. Der gestaltet sich zunächst äußerst verlustreich, bis Dastan beschließt, sich vom Zentrum der Attacke abzusetzen. Er überwindet die Stadtmauer und gelangt dank seiner akrobatischen Körperbeherrschung über die Dächer, Mauern und Köpfe der feindlichen, ihn unter Beschuss nehmenden Krieger hinweg zu einem Tor. Nachdem er es geöffnet hat, können seine Truppen in die Stadt einziehen. Damit ist die Niederlage Alamuts besiegelt. Als König Sharaman eintrifft und verärgert über sein gebrochenes Gebot die Söhne zur Rede stellt, gibt Prinz Tus dem Vater ein Versprechen: Er will den Beweis für den Verrat Alamuts erbringen und als Geste der Versöhnung die schöne Prinzessin Tamina (Gemma Arterton) zur Frau nehmen. Besänftigt von der Umsicht Dastans, dessen waghalsige Aktion immerhin unzählige Menschenleben gerettet hat, macht Sharaman einen Gegenvorschlag: Nicht Tus, der bereits diverse Frauen hat, sondern Dastan soll die Prinzessin heiraten. Dann geschieht etwas Unerwartetes. Der König wird vergiftet, und ausgerechnet sein Adoptivsohn gerät unter Mordverdacht. Gemeinsam mit Tamina flieht Dastan daraufhin aus Alamut, um seine Unschuld zu beweisen. Ein geheimnisvoller Dolch, mit dem man die Zeit zurückdrehen kann, leistet ihm dabei wertvolle Dienste ....

Was die Ausstattung für „Prince of Persia: Der Sand der Zeit“ betrifft, hat Jerry Bruckheimer wieder einmal keine Kosten und Mühen gescheut. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Die in Marokko entstandenen Panoramaaufnahmen sind mindestens genauso atemberaubend wie die vielen gelungenen „Jump'n'Run“-Action-Szenen. Manche Effekte kommen charmant altmodisch rüber, wie überhaupt die satte bunte Farbenpracht des Streifens bisweilen Erinnerungen an „Technicolor“-Pionierfilme wie z.B. „Der Dieb von Bagdad“ weckt. Drehbuch und Dramaturgie offenbaren hingegen zahlreiche Schwächen. So sehr sich die fast ausnahmslos gut agierenden Darsteller auch mühen, der Versuch, die Geschichte als tiefsinnige Tragödie mit Aktualitätsbezug zu erzählen, bleibt regelmäßig im Ansatz stecken.
(Ostfriesische Nachrichten vom 22. Mai 2010. Trailer: Disney)

Montag, 17. Mai 2010

AUSSTELLUNG - Klaus G. Müller-Bochum

Hinter die Fassaden geblickt
wj Aurich. Ansichten von zwei Städten, die am Meer liegen, können derzeit im Auricher Kunstpavillon am Ellernfeld bewundert werden. Seit dem Wochenende stellt dort der in Ihren bei Irhove lebende Künstler Klaus G. Müller-Bochum Radierungen und Zeichnungen zum Thema Venedig und Sankt Petersburg aus. Die Ausstellung läuft noch bis zum Pfingstsonntag, 30. Mai 2010.
(Vollständiger Artikel in den Ostfriesischen Nachrichten vom 18. Mai 2010)

12. Auricher Motorrad-Gottesdienst

Mogo 2010 mit Rekordbeteiligung
wj Aurich. Eine neue Rekordbeteiligung vermeldete die 12. Auflage des alljährlichen Motorrad-Gottesdienstes (Mogo), der am Sonntag in Aurich über die Bühne ging. Laut Angaben der Organisatoren haben in diesem Jahr mehr als 1200 Motorradfahrer und -freunde an der an der Veranstaltung teilgenommen. Los ging es am Sonntagmorgen mit einem zünftigen Biker-Frühstück am Auricher Hafen. Danach hielten die beiden Pastoren Heinfried K. König und Johannes Ehrenbrink dort einen ökumenischen Gottesdienst ab.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 17. Mai 2010)

Freitag, 14. Mai 2010

KINO - ROBIN HOOD

wj Aurich. Man kennt ihn als den Rächer der Enterbten und Beschützer von Witwen und Waisen. Praktisch seit die Bilder laufen gelernt haben, ist der Mythos von Robin Hood unzählige Male verfilmt worden. Der erste Streifen stammt aus dem Jahre 1912. Jetzt hat sich Ridley Scott („Alien“, „Blade Runner“, „Gladiator“) den Stoff vorgenommen und mit Russell Crowe in der Hauptrolle für die Kinoleinwand neu aufbereitet.

Die Geschichte spielt in der Zeit, bevor Robin Hood zum Gesetzlosen ernannt wird. Wir schreiben das 13. Jahrhundert, und die englische Nation ist am Boden zerstört. Während sich die Armee von König Richard Löwenherz (Danny Huston) in fernen Ländern bei den verheerenden Kreuzzügen aufreibt, muss die Bevölkerung daheim am Hungertuch nagen und wird zu allem Überfluss auch noch von der Krone mit überhöhten Steuern ausgebeutet. Als der König im Kampf gegen die Franzosen fällt, bringt das keine Verbesserung. Eher im Gegenteil. Denn nun besteigt Richards völlig inkompetenter und eingebildeter Bruder John (Oscar Isaac) den englischen den Thron. Mitten in dieser heiklen politischen Situation will der gewöhnliche Bogenschütze Robin Longstride (Russell Crowe) aus dem Krieg in seine Heimat zurückkehren. Um seine Perspektiven für die Zukunft etwas aussichtsreicher zu gestalten, hat er sich die Rüstung eines gefallenen adligen Ritters angelegt. Kurz bevor er das Schlachtfeld verlässt, ringt der Edelmann Sir Robert Loxley (Douglas Hodge) Robin jedoch das Versprechen ab, dass dieser seinem alten Vater in Nottingham sein Schwert überbringen soll, um so seine Ehre zu retten. Der Bogenschütze willigt ein und schlüpft daraufhin selber in die Rolle des verstorbenen Adligen. Das Verwechslungsspiel stößt bei den Loxleys nach anfänglicher Skepsis durchaus auf Verständnis. Die Familie muss nämlich ständig Willkürakte des neuen Königs befürchten und kann jeden nur erdenklichen Schutz sehr gut gebrauchen. Robin sammelt unterdessen eine Schar getreuer Gefährten um sich und kommt gemeinsam mit ihnen einem bösen Komplott auf die Spur: Der undurchsichtige Edelmann Godfrey (Mark Strong) treibt am Hofe des englischen Königs ein doppeltes Spiel und versucht, seine Heimat zu seinem eigenen Vorteil zu verraten. Das wollen Robin und seine Männer nicht so einfach hinnehmen und beschließen, dem Verräter und seinen Leuten, den Kampf anzusagen.....

Bereits in „Gladiator“ konnten Regisseur Ridley Scott und sein Hauptdarsteller Russell Crowe als kampferprobtes Team einige glanzvolle Akzente setzen. Auch in dieser Neuverfilmung von Robin Hood liegt eine der besonderen Stärken in den ebenso perfekt wie üppig ausgestatteten Kampf- und Schlachtszenen. Bei dem Versuch, den Mythos des Rächers der Enterbten, der ja tatsächlich gelebt haben soll, eine gewisse historische Authentizität zu verpassen, wird der zeitgeschichtliche Bogen aber bisweilen ein wenig überspannt.. Die „Magna Carta“ findet bei Ridley Scott rund 15 Jahre zu früh statt. Der französische Landungsversuch am Strand von Dover, den Russell Crowe und seine Bogenschützen im Film erfolgreich abwehren, hat in Wirklichkeit geklappt. Im Jahre 1216 zogen die Franzosen in London ein. Die weit verbreitete Legende, seit der berühmt-berüchtigten Schlacht von Hastings von 1066 wären sämtliche Angriffe auf die britische Insel erfolgreich zurück geschlagen worden, stimmt eben nicht. Den von vielen erwarteten großen Wurf hat Ridley Scott mit seinem Streifen deswegen vielleicht nicht gelandet. Ein solides Abenteuer- und Actionspektakel, das über zwei Stunden beste Kinounterhaltung bietet, ist dabei trotzdem noch herausgekommen.
(Ostfriesische Nachrichten vom 15. Mai 2010. Trailer: Universal) 

Donnerstag, 13. Mai 2010

Himmelfohrt-Party Hooge Brinken

Zwischen Rockmusik und Kuhfladen-Roulette
 
wj Aurich-Oldendorf. Die Macher der Vatertags-Party auf Hooge Brinken in Aurich-Oldendorf wollten ihrem Publikum für 2010 ein etwas breiter gefächertes Angebot als in den vorangegangenen Jahren bieten. Die traditionellen Rasenmäherrennen fanden gestern zwar erstmals nicht mehr statt. Dafür gab es aber ein abwechslungsreiches Programm, bei dem unter dem Strich die gesamte Familie auf ihre Kosten kam.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 14. Mai 2010)

Mittwoch, 12. Mai 2010

Vom Ostfriesenwitz zum Angstforscher

Der Professor, der den Ostfriesenwitz erfand
wj Ostfriesland/Göttingen.„Bevor ich Sie untersuchen kann, waschen Sie sich bitte erst einmal Ihre Füße“, meint der Professor zu seinem ostfriesischen Patienten. „Das hat unser Hausarzt auch gesagt“, antwortet der daraufhin. „Aber ich dachte, ich frag lieber erst mal 'ne richtige Konifere.“ - Wohl jeder in Deutschland kennt solche Ostfriesenwitze. Der Mann, der sie Ende der 60er Jahre auf den Weg gebracht haben soll, genießt inzwischen tatsächlich den Ruf einer echten Koryphäe. Professor Dr. med. Dipl. Psych. Borwin Bandelow ist ein international angesehener Neurologe und Psychiater, der erst jüngst unter dem Titel „Wenn die Seele leidet“ wieder ein Buch zu seinem Spezialthema Angststörungen veröffentlicht hat. Auf die heilsame Wirkung von Lachen und Humor möchte er heute genauso wenig verzichten wie damals, als er seine ostfriesischen Mitschüler auf die Schippe nahm.
(Vollständiger Artikel in den Ostfriesischen Nachrichten vom 29. Mai 2010. Foto: privat)

Dienstag, 11. Mai 2010

Jahrestag NS-Bücherverbrennung von 1933

Erinnerung an Biografien verbrannter Dichter
wj Aurich. Dass auch die so genannte geistige Elite einer Nation bisweilen ganz schön dämlich sein kann, dafür ist die am 10. Mai 1933 in Deutschland im großen Stil durchgeführte Bücherverbrennung ein Paradebeispiel. Denn hauptsächlich waren es Studenten und Professoren, die damals aus Sicht der Nationalsozialisten unliebsame literarische Werke massenhaft ins Feuer warfen. An einige der seinerzeit „verbrannten Dichter“ erinnerte der Schriftsteller Gerd Berghofer am vergangenen Montagabend im Auricher Landschaftsforum.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 12. Mai 2010)

Sonntag, 9. Mai 2010

"Schlag Alarm gegen Rechts" AURICH

Rechtsradikalismus nicht als Randthema abtun
wj Aurich. Es war dann doch wohl noch ein wenig zu kühl und regnerisch für ein Freiluft-Festival. Jedenfalls hielt sich die Zahl der Zuschauer, die sich im Verlaufe des vergangenen Sonnabends vor der am Auricher Georgswall aufgebauten Bühne tummelten, meistens in überschaubaren Grenzen. Dabei hatte die Veranstaltung, die dort unter dem Motto „Schlag Alarm gegen Rechts“ zu einem breiten Bündnis gegen Rechtsradikalismus aufrufen wollte, inhaltlich durchaus Hörenswertes zu bieten. 
Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 11. Mai 2010

Julia Neigel & Band unplugged

Eine Stimme wie ein Orkan
wj Aurich. Wer am vergangenen Sonnabend in die Auricher Stadthalle gekommen war und auf ein gepflegtes akustisches „Unplugged“-Konzert in gediegener Atmosphäre hoffte, den mussten Julia Neigel und ihre drei Mitstreiter Jörg Dudys (Gitarre), Dalma Lima (Percussion) und Simon David Nicholls (Keyboards) ein ums andere Mal enttäuschen. Allerdings geschah das bewusst und völlig im positiven Sinne. Denn die 1966 in Sibirien geborene Sängerin und ihre Musiker boten selbst bei reduzierter Besetzung erdigen Rock, der mächtig nach vorne ging. Einziger Wermutstropfen war die Zuschauerresonanz, die mit rund 150 Besuchern äußerst mager ausfiel.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 10. Mai 2010)

Samstag, 8. Mai 2010

Ohnsorg zeigt: "Charleys Tante"

Spritzige Inszenierung im Zeitgeist der 50er
wj Aurich. Frauen als Männer verkleidet oder Herren in feinen Damenklamotten – das bezeichnen Film- und Theaterleute auch gerne als „Cross Dressing“. Eines der weltweit bekanntesten und erfolgreichsten „Überkreuz-Anzieh“-Bühnenwerke ist die aus der Feder des Engländers Brandon Thomas stammende Komödie „Charleys Tante“. Mit einer plattdeutschen Fassung dieses Stückes gastierte am vergangenen Freitagabend ein Ensemble des Hamburger Ohnsorg Theaters in der Auricher Stadthalle. Knapp 400 Zuschauer erlebten eine spritzige Inszenierung mit viel charmant-unbeschwertem 50er-Jahre-Flair.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 10. Mai 2010)

"Love Boat" wird 40

Die Mutter aller Traumschiffe auf Abwrackkurs
wj Emden. Millionen Fernsehzuschauer kennen es als „Love Boat“. Das Kreuzfahrtschiff der gleichnamigen amerikanischen Serie, die auch die Vorlage für das ZDF-“Traumschiff“ bildete, lief am 9. Mai 1970 auf den Emder Nordseewerken vom Stapel. 40 Jahre später droht dem einstmaligen „Liebesschiff“ nun die Schrottpresse.

Nach dem Stapellauf dauerte es ein Jahr, bis dar Kreuzfahrtschiff im Mai 1971 auf Jungfernfahrt gehen konnte. Getauft wurde es ursprünglich auf den Namen „Sea Venture“ und war zunächst unter norwegischer Flagge zwischen New York und den Bermuda-Inseln im Einsatz. 1975 wechselte es zur britisch-amerikanischen Reederei „Princess Cruises“ und sollte nun unter britischer Flagge als „Pacific Princess“ bald Fernsehgeschichte schreiben. Nach drei erfolgreichen „Love Boat“-TV-Filmen erweiterte die US-Sendekette „ABC“ das Konzept 1977 zu einer Serie, die im Verlaufe der nächsten Jahre in 93 Ländern und 29 Sprachen ausgestrahlt werden sollte.
(Ausführlicher Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 08. Mai 2010. Foto: privat, Trailer: Paramount)

 Vorspann aus der "Love Boat"-Serie mit der Pacific Princess

Freitag, 7. Mai 2010

KINO - IRON MAN 2


wj Aurich. Er schwebt irgendwo zwischen Genie, Arroganz und Wahnsinn. Tony Stark alias „Iron Man“ ist wieder da. Im zweiten Teil der Realverfilmung der „Marvel“ Comic-Figur sieht sich der Protagonist gleich mit einer ganzen Reihe von Problemen konfrontiert. 

Noch einmal kurz zur Erinnerung: Tony Stark (Robert Downey Jr.), Erbe eines einflussreichen Rüstungsunternehmens, hat einen High-Tech-Körperpanzer entwickelt, der von einem Mini-Reaktor in seiner Brust angetrieben wird. Ausgestattet mit dieser eisernen Kampfmaschine zieht er los, um sämtliche Bösewichte endgültig auszumerzen. Nach wenigen Wochen scheint sein Ziel tatsächlich erreicht. Jedenfalls gibt Tony selbstbewusst seine Identität als „Iron Man“ preis und verkündet stolz vor laufenden Kameras: „Ich habe den Weltfrieden erfolgreich privatisiert!“ Solche zynische Arroganz findet bei seiner Regierung keinen Anklang. Dort pochen die Verantwortlichen darauf, dass die Rüstung an den Staat ausgeliefert wird, damit der gewappnet ist, falls andere Länder ähnliche technische Wunderwaffen entwickelt haben sollten. Tony denkt aber nicht im Traum daran, sein Know how einfach so preis zu geben. Er behauptet, die Konkurrenz würde ihm gegenüber mindestens um 20 Jahre hinterherhinken.

Wie sehr er irrt, wird deutlich, als sich ihm während eines Autorennens in Monaco eine hünenhafte Gestalt (Mickey Rourke) mit einer Elektro-Peitsche in den Weg stellt. Die vermag dem vermeintlich unschlagbaren Panzer des „Iron Man“ ein paar recht kapitale Beulen und Brandlöcher zu verpassen. Nur knapp behält Tony die Oberhand und besiegt den Unhold. Der wird verhaftet, flieht aber kurze Zeit später wieder aus dem Gefängnis. Ivan, so der Name des Peitschenmannes, will eine alte Rechnung mit Tony begleichen und verbündet sich dazu ausgerechnet mit dessen schärfstem Konkurrenten, dem Waffenproduzenten Justin Hammer (Sam Rockwell). Der arbeitet eigentlich für die Regierung, die jetzt erst recht alles daran setzt, die Rüstung in ihre Hände zu bekommen. Als wenn das nicht genug wäre, muss sich Tony mit einer weiteren existenziellen Bedrohung auseinandersetzen. Das Palladium seines Mini-Reaktor hat eine schleichende Vergiftung seines Blutes zur Folge. Wenn ihm nicht schnell etwas einfällt, wird der „Iron Man“ über kurz oder lang sterben. Die Leitung seiner Firma hat er bereits vorsorglich Assistentin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) übertragen....


Ähnlich wie in Teil eins waren Regisseur Robert Favreau und seine Drehbuchautoren auch in „Iron Man 2“ sichtlich bemüht, keine eindimensionale Geschichte zu erzählen. Allein scheint ihnen dabei dieses Mal am Ende etwas der Überblick verloren gegangen zu sein. Nebenfiguren wie Pepper Potts oder Justin Hammer sind viel zu dialoglastig angelegt worden, weswegen sie den Handlungsfluss regelmäßig ausbremsen. Hinzu kommt, dass Gwyneth Paltrow und Sam Rockwell in ihren Rollen unangemessen affektiert agieren. Das wirkt auf die Dauer nicht komisch sondern eher nervig. Hauptdarsteller Robert Downey Jr. und Mickey Rourke als Bösewicht können im Vergleich dazu zwar überzeugen. Aber ein Ivan, der unter fast menschenunwürdigen Bedingungen im tiefsten Sibirien eine Todeswaffe bastelt – das erinnert letztlich doch irgendwie an Klischees aus dem Kalten Krieg. Schade ist zudem, dass die Action in „Iron Man 2“ lange Zeit auf der Strecke bleibt. Richtig zur Sache geht es erst zum Schluss, der dann allerdings noch für einiges entschädigt. 
(Ostfriesische Nachrichten vom 08. Mai 2010. Trailer: Marvel/Concorde)