Sonntag, 27. Juni 2010

"Rock an der Mühle" in Berumerfehn

Filigran wie ein Schuss von Mesut Özil
wj Berumerfehn. Kurz vor dem Auftritt des holländischen Blues-Gitarristen Julian Sas, der in der Nacht von Sonnabend auf den Sonntag in Berumerfehn als letzter Interpret bei „Rock an der Mühle“ dran war, schickte Veranstalter Wilfried de Vries ein ganz besonderes Dankeschön an die Adresse des deutschen Fußballnationalspielers Mesut Özil. „Hätte er das Tor im Gruppenspiel gegen Ghana nicht geschossen, hätte Deutschland schon heute Abend im Achtelfinale spielen müssen und wir hätten wahrscheinlich weniger Zuschauer gehabt“, meinte de Vries. Vielleicht lag die gute Resonanz aber auch einfach nur an dem exzellent zusammen gestellten Programm, das neben Julian Sas mit „Protoplasma“ sowie den beiden Nachwuchsbands „Reactophonic“ und „Maximum Output“ für verschiedenste Musikgeschmäcker und Altersklassen etwas zu bieten hatte.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 28. Juni 2010)

Mofarennen in Neu-Barstede

Mensch und Maschine schlucken viel Staub
wj Neu-Barstede. Selbst wenn die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika momentan das alles beherrschende Thema zu sein scheint, wurde am Wochenende auch noch anderswo großer Sport geboten. So dürften die Blicke der Motorsportfreunde in erster Linie nach Valencia zur Formel 1 und auf den Motorrad Grand Prix in Assen gerichtet gewesen sein. Tollkühne Fahrer auf knatternden Kisten gab es am Sonnabend aber ebenfalls im beschaulichen Ostfriesland zu bestaunen. Da fand in Neu-Barstede am Neuen Weg nämlich wieder das kultige Mofarennen statt. Insgesamt gingen 31 Mannschaften an den Start. Den Sieg trugen am Ende Teams aus Bentstreek und Filsum davon. 
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 28. Juni 2010)

Montag, 21. Juni 2010

"Rock an der Mühle" in Berumerfehn

Am Fuße der Mühle wird wieder abgerockt
wj Berumerfehn. Am Sonnabend, 26. Juni heißt es in Berumerfehn wieder „Rock an der Mühle“. Damit wird dann eines der beständigsten Rock-Festivals in Ostfriesland ein rundes Jubiläum feiern. Zum ersten Mal fand die Veranstaltung in idyllischem Ambiente am Fuße der Mühle nämlich im Jahre 1990 statt. Und auch für 2010 sind Organisator Wilfried de Vries und seine Mitstreiter vom Mühlenverein ihrem bewährten Konzept, neben hochkarätigen Künstlern von außerhalb regelmäßig lokalen Bands eine Plattform zu bieten, nach wie vor absolut treu geblieben. Mit dem holländischen Blues-Gitarristen Julian Sas, der legendären ostfriesischen „Prog Rock“-Formation „Protoplasma“ und den beiden regionalen Gruppen „Maximum Output“ (Großefehn, siehe Foto) sowie „Reactophonic“ (Hage) erwartet das Publikum ein ebenso abwechslungsreiches wie generationsübergreifendes Programm.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 26. Juni 2010)


"Iontach" live in Engerhafe

Eher wunderbar als eigenartig
wj Engerhafe. Innerhalb der populären Musik ist der Begriff „unplugged“ ein eher irreführender. Denn wirklich „ausgestöpselt“ werden die Instrumente bei einem so genannten „Unplugged“-Konzert ja in den seltensten Fällen. Nichtsdestotrotz gibt es Gruppen, die tatsächlich völlig ohne Mikrofone und Verstärker auskommen und so ein Publikum zu begeistern vermögen. Dazu zählt das deutsch-irische Trio „Iontach“, das am vergangenen Sonnabend im Engerhafer „Gulfhof Ihnen“ zu Gast war.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 22. Juni 2010)

Freitag, 18. Juni 2010

KINO - HANNI & NANNI

wj Aurich. Pat und Isabell O'Sullivan sind auch in Deutschland ausgesprochen populär. Nur dass die wenigstens sie bei uns unter diesem Namen kennen dürften. In der deutschen Übersetzung hört das beliebte Zwillingspärchen der englischen Erfolgsautorin Enid Blyton auf die Namen Hanni und Nanni. Und die gibt es jetzt zum ersten Mal auf der Kinoleinwand zu sehen.
(Vollständige Kritik in den Ostfriesischen Nachrichten vom 19. Juni 2010. Trailer: Ufa Cinema)

Montag, 14. Juni 2010

Ostfriesisches Jugendsinfonieorchester

Individuelles Talent und Teamgeist bewiesen
wj Sandhorst. Mit einem Orchester verhält es sich so ähnlich wie mit einer Fußballmannschaft: Es funktioniert nur dann richtig, wenn man sowohl individuelle Einzelkönner als auch einen guten Teamgeist hat. Dass das Ostfriesischen Jugendsinfonieorchester (OJSO) über beides verfügt, davon konnten sich die Besucher am vergangenen Sonntag bei einem Konzert in der Sandhorster St.Johannis-Kirche überzeugen. 
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 15. Juni 2010)

Sonntag, 13. Juni 2010

Abifete 2010 Aurich

Party mit Anlaufschwierigkeiten
wj Westerende. Wer sein Abitur endlich in der Tasche hat, muss und will das natürlich gebührend feiern – nur vielleicht nicht auch das noch ausgerechnet an der eigenen Schule. Vertreter der IGS, BBS und des Ulricianums aus Aurich hatten sich deswegen in diesem Jahr zusammen getan und am Sonnabend zu einer „Abifete“ mit Live-Musik nach Westerende eingeladen (wir berichteten). Nach eher schleppendem Start am frühen Abend, kam die Party später dann doch noch recht ordentlich in Schwung.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 14. Juni 2010)


Schuberts "Deutsche Messe"

Flagge zeigen auch im Gottesdienst
wj Rahe. Flagge zeigen ist ja momentan gerade wieder schwer angesagt. So gesehen passte es ganz wunderbar, dass der Kirchenchor Riepe und der Gemischte Chor Bangstede gemeinsam mit dem „Collegium Musicum“ am vergangenen Sonnabend in der evangelisch-freikirchlichen Baptistenkirche Rahe die „Deutsche Messe“ zur Musik von Franz Schubert aufgeführt haben. Denn dieses 1826 entstandene Werk zeigt ebenfalls in gewisser Weise Flagge, weil es, anders als für Messen zu seiner Zeit üblich, keine lateinischen sondern deutsche Liedertexte verwendet. 
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 14. Juni 2010)

Donnerstag, 10. Juni 2010

"Ulricianum rockt"

Ersatzlösung prima Alternative
wj Aurich. Nicht bloß die deutsche Fußballnationalmannschaft plagen derzeit arge Verletzungssorgen. Auch „Ulricianum rockt“ hatte dieses Mal einige verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Von den ursprünglich angekündigten drei Gruppen, die am vergangenen Mittwoch im Auricher „Güterschuppen“ spielen sollten, schaffte es am Ende mit „Voodoolectric“ nur eine einzige tatsächlich auf die Bühne. Weil es aber zwei Überraschungsauftritte gab, sollte es dennoch ein recht interessanter und abwechslungsreicher Abend werden.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 11. Juni 2010)

Dienstag, 8. Juni 2010

21. Emder Filmfest - SNOWBLIND

wj Emden. Ein Western der irgendwo in einer apokalyptischen Eiswüste spielt - das klingt erst einmal nach einer teuren Hochglanz-Produktion aus dem fernen „Hollywood“. Kalle Max Hofmann und der gebürtige Emder Bastian Schreitling beschäftigen sich seit rund zehn Jahren mit digitaler Effektgestaltung und können so etwas deswegen inzwischen auch mit einem relativ überschaubarem Budget realisieren. Am vergangenen Montag feierte ihr neuester Spielfilm „Snowblind“ auf dem 21. Emder Filmfest Weltpremiere.
(Vollständige Kritik in den Ostfriesischen Nachrichten vom 09. Juni 2010. Trailer: Mangofilm)

Montag, 7. Juni 2010

21. Emder Filmfest - GELIEBTE CLARA

wj Emden. Ursprünglich hätte der Film „Geliebte Clara“ über die Pianistin Clara Schumann im vergangenen Jahr das Emder Filmfest feierlich eröffnen sollen. Dann zog Regisseurin Helma Sanders-Brahms ihren Streifen praktisch in letzter Minute überraschend zurück. Dafür steht er nun in diesem Jahr auf dem Programm, allerdings erst am aller letzten Tag des Festivals.
(Vollständige Kritik in den Ostfriesischen Nachrichten vom 09.Juni 2010. Trailer: Kinowelt)

Samstag, 5. Juni 2010

CD-Release "Knallfrosch Elektro"

Für Festivals wie für Schützenfeste geeignet
wj Aurich. Viele Musiker legen eine Zusammenstellung ihrer besten Hits ja meistens erst dann vor, wenn es mit ihrer Karriere längst aus und vorbei ist. „Knallfrosch Elektro“ sind da ganz anders . Die Auricher Formation hat schon gleich mal ihrer Debüt-CD den Titel „Ihre größten Erfolge“ verpasst. In der Nacht von vergangenen Freitag auf den Sonnabend wurde das Album, das insgesamt sechs Stücke enthält, im Rahmen einer Release-Party im „Roxanne“ im Auricher Carolinenhof offiziell vorgestellt.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 07. Juni 2010)

Freitag, 4. Juni 2010

21. Emder Filmfest - EXIT THROUGH THE GIFT SHOP

wj Emden. Der britische Graffiti-Künstler Banksy gilt als eines der größten Talente innerhalb der internationalen Kunstszene. Die „Times“ hat ihn einmal als einen „wahren Volksmaler“ bezeichnet. Renommierte Ausstellungen und Museen reißen sich um seine Schwarzweißbilder, die inzwischen beträchtliche Summen auf dem Kunstmarkt erzielen. Allein wissen die wenigstens, wer eigentlich konkret hinter Banksy steckt geschweige denn wie er (oder vielleicht ist es ja auch eine „Sie“) aussieht respektive ob er (oder sie?) überhaupt tatsächlich existiert. Der Franzose Thierry Guetta hat in seiner Dokumentation „Exit through the Gift Shop“, die ab dem 6. Juni auf dem 21. Emder Filmfest läuft, den Versuch unternommen, das Phantom filmisch einzufangen und ist dabei gescheitert. Für den Zuschauer ist dennoch ein absolut grandioses Kinoerlebnis heraus gekommen.
(Vollständige Kritik in den Ostfriesischen Nachrichten vom 05. Juni 2010. Trailer: Paranoid Pictures)

Rene Marik - KasperPop

Old Chechechate grüßt grünen Bruder Winnetou
wj Aurich. Die meisten Puppenspieler dürften es sicherlich schon als einen immensen Erfolg betrachten, wenn 20 Besucher zu einer ihrer Vorstellung kommen. Das ist bei René Marik anders. Der mobilisiert mit seinem unkonventionellen Kasperletheater mal eben locker die 100fache Menge an Menschen. So musste der ursprünglich für die Auricher Stadthalle geplante Auftritt des Berliners am vergangenen Donnerstag kurzerhand in die wesentlich größere Sparkassen Arena verlegt werden. Aber auch die war bereits im Vorfeld der Veranstaltung mit rund 2000 Zuschauern restlos ausverkauft.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 05. Juni 2010)

Donnerstag, 3. Juni 2010

KINO - SPLICE

wj Aurich. Das Spleißen oder „Splicing“ ist innerhalb der Genforschung ein gängiger Fachbegriff für die Weiterverarbeitung der Ribonukleinsäure (RNA). Das klingt erst einmal harmlos. Aber wenn man die nähere Bedeutung des englischen Wortes „to splice“ (zu Deutsch: „miteinander verbinden“ oder „zusammenkleben“) kennt, eröffnet allein das allen möglichen Horrorphantasien Tür und Tor. „Splice“ heißt auch der neue Streifen des kanadischen Regisseurs Vincenzo Natali („Cube“, „Cypher“), in dem es um ein Gen-Experiment geht, das irgendwann völlig aus dem Ruder zu laufen droht.

Ausgangspunkt der Geschichte, die in dem Streifen erzählt wird, ist das junge Wissenschaftlerpaar Clive (Adrian Brody) und Elsa (Sarah Polley). Obwohl sie für ein Pharmaunternehmen arbeiten, genießen sie dank ihrer ebenso genialen wie unkonventionellen Art nach außen hin beinahe den Status von Rock-Stars. Ihre Forschungen sind inzwischen bereits sehr weit voran geschritten. So ist es ihnen gelungen, ein geklontes Lebewesen zu erschaffen, das für die Produktion von Medikamenten eingesetzt werden kann. Doch damit mag sich das ehrgeizige Duo längst nicht zufrieden geben. Sie wollen mehr und haben es nun auf das menschliche Erbgut abgesehen, das sie mit Genen von Tieren und Pflanzen kreuzen möchten. Weil sie dafür von offizieller Seite keine Genehmigung erhalten, klonen sie kurzerhand einfach ihre eigene DNA. Zur ihrer Überraschung scheint die Sache zunächst tatsächlich zu gelingen. Aus dem wissenschaftlichen Experiment entsteht eine Art Hybridwesen (Delphine Chanéac), das zunehmend feminin-menschliche Züge annimmt. Es entwickelt sich äußerst rasant und zeigt sich außerdem als sehr lernfähig. Allerdings verbergen sich unter der Oberfläche der Schöpfung weit mehr Eigenschaften, als das den beiden unbedarften Forschern lieb sein dürfte. Trotzdem betrachten sie das geklonte Wesen als „ihr Baby“ und beschließen irgendwann, es zur Sicherheit lieber aus ihrem Labor heraus zu schmuggeln. In der Folgezeit beginnt das Forschungsobjekt, sich weiter zu emanzipieren und wird bald zu einem ernsten Bezugspartner, das sich zwischen das Paar drängt und schließlich alles daran setzt, seinen Schöpfungsvater für sich ganz alleine zu vereinnahmen...

Die besondere Stärken von „Splice“ liegen vor allem im Design und in den Spezialeffekten. Von der Optik her hat sich Vincenzo Natali klar an der Ästhetik seines Landsmannes David Cronenberg („Die Fliege“, „Spider“) orientiert. Ähnlich wie das bei Cronenbergs Körpern der Fall ist, wirkt auch das von Clive und Elsa geschaffene Hybridwesen sinnlich und verstörend zugleich. Ziemlich daneben gegangen ist hingegen der Versuch einer ernsthaften ethischen Auseinandersetzung mit dem Thema Genforschung. Hier verliert sich der Film oft in extrem ausufernder Psychologisierung, die entweder unfreiwillig komisch wirkt oder auf die Dauer einfach nur noch entsetzlich langweilt. Darüber wird die Handlung im weiteren Verlauf des Films stetig weniger glaubwürdig.
(Ostfriesische Nachrichten vom 05. Juni 2010.  Trailer: Warner/Senator)

"No Notes" live bei "Meta"

Dreckige Rock'n'Roller aus Hessen
wj Norddeich. Echte Rock'n'Roller brauchen keine Noten. So gesehen klingt der Name „The No Notes“ schon einmal äußerst viel versprechend. Die Cover-Band aus dem hessischen Bebra verspricht denn auch „fleischgewordenes Rock'n'Roll-Entertainment in Perfektion“. Wie sich das anhört, das kann man am 4. Juni 2010 ab ca. 22 Uhr in Norddeich in „Metas Musikschuppen“ erleben.
(Vollständiger Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten vom 04. Juni 2010. Foto: Privat)

Mittwoch, 2. Juni 2010

21. Emder Filmfest - CREATION

wj Emden. Im Februar 2009 jährte sich der Geburtstag von Charles Darwin zum 200. Mal. Rechtzeitig zu diesem Jubiläum realisierte Regisseur Jon Amiel (u.a. verantwortlich für die erfolgreiche Historien-Serie „The Tudors“) eine Spielfilm-Biografie über den berühmten britischen Naturwissenschaftler und Begründer der Evolutionstheorie. Am Freitag und am Sonnabend ist der Streifen mit dem Titel „Creation“ (zu Deutsch: „Schöpfung“) im Rahmen des 21. Emder Filmfestes zu sehen.
(Vollständige Kritik in den Ostfriesischen Nachrichten vom 04.Juni 2010. Trailer: Icon Films)

Dienstag, 1. Juni 2010

21. Emder Filmfest - MAX MANUS


wj Emden. Das Emder Filmfest knüpft nahtlos dort an, wo es im vergangenen Jahr aufgehört hat. 2009 erhielt der norwegische Regisseur Erik Poppe für „Troubled Water“ den „Bernhard-Wicki-Preis“. Jetzt gibt es zur Auftaktveranstaltung, die am Mittwoch ab 19.00 Uhr im Emder „Neuen Theater“ über die Bühne gehen wird, wiederum eine Produktion aus Norwegen zu sehen. Das aufwendig inszenierte Kriegsdrama „Max Manus“ gilt als erfolgreichster norwegischer Film aller Zeiten und hat nicht nur in Skandinavien, sondern auch international ziemlich abgeräumt.
(Vollständige Kritik in den Ostfriesischen Nachrichten vom 02. Juni 2010. Trailer: Capelight Pictures)