Mittwoch, 29. Juni 2011

KINO - TRANSFORMERS 3

wj Aurich. Der Kampf Mensch versus Maschine geht in die nächste Runde. In „Transformers 3“ zeigt sich Megatron gewohnt unentspannt. Einmal mehr hat der Robo-Fiesling nichts Besseres zu tun, als die armen und völlig unschuldigen Erdbewohner zu terrorisieren. Aber zum Glück bekommen die ja tatkräftige Unterstützung von Optimus und dessen Autobots. Das ganze kulminiert dann, wie das schon bei Teil eins und zwei der Fall war, in einer gigantischen Materialschlacht, die hier in vielen Passagen eigentlich absolut sehenswert ist, jedoch permanent durch den Umstand getrübt wird, dass Handlung und Dialoge über weiter Strecken ausgesprochen hohl daherkommen.

Überirdisch gute 3-D-Effekte, unterirdisch schlechte Story
(Kinostart: 30. Juni  2011. Trailer: Paramount)

Sonntag, 26. Juni 2011

Klaus Spencker Trio live

Hohe Erwartungen beim Heimspiel erfüllt
wj Aurich. Bei einem Heimspiel darf man zwar auf viel Rückendeckung hoffen. Dafür sind die Erwartungen aber auch oft sehr hoch. Nicht nur die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft kann davon derzeit ein Lied singen. Am vergangenen Freitag hatte der aus Aurich stammende Jazz-Gitarrist Klaus Spencker ebenfalls ein Heimspiel zu absolvieren. Gemeinsam mit Marc Muellbauer (Kontrabass) und Sebastian Merk (Schlagzeug) trat er im Forum der Ostfriesischen Landschaft auf. Und das Trio sollte die hohen in sie gesetzten Erwartungen nicht enttäuschen.
(Ausführlicher Bericht im Heimatblatt Aurich vom 29. Juni 2011)

Samstag, 25. Juni 2011

AURICH - Altstadtsanierung

Marktpassage erstrahlt in neuem Glanz
wj Aurich. Reges Treiben herrschte am Sonnabend in der Auricher Marktpassage. Und dies hatte seinen guten Grund. Das Verbindungsstück zwischen Fußgängerzone und Georgswall ist im Rahmen der Altstadtsanierung neu gepflastert worden. Am Wochenende fand die feierliche Einweihung statt. 290000 Euro hat die Bepflasterung der insgesamt 900 Quadratmeter großen Fläche gekostet, wobei knapp ein Drittel aus Fördermitteln von Land, Bund und der Europäischen Union stammen. „Ohne diese Anschubfinanzierung wäre das Projekt sicherlich nicht durchführbar gewesen“, betonte der Auricher Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst am Sonnabend in einer Rede.
(Vollständiger Artikel im Heimatblatt Aurich vom 29. Juni 2011)

Freitag, 24. Juni 2011

AUSSTELLUNG - Landtag Niedersachsen

"Was macht mein Abgeordneter in Hannover?"
wj Aurich/Hannover. Begleitend zum „Tag der Niedersachsen“ am nächsten Wochenende ist im Auricher Rathaus eine Wanderausstellung zu sehen. Sie soll über die Arbeit des niedersächsischen Landtages in Hannover informieren Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU) aus Westerholt und der Auricher Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst eröffneten die Ausstellung am Freitag. Das gesamte Präsidium des Landtages war bereits am Donnerstag nach Aurich gekommen, um die Festmeile für die anstehenden „Tag der Niedersachsen“ schon einmal vorab zu begutachten.
(Vollständiger Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 25. Juni 2011)

Donnerstag, 23. Juni 2011

KINO - MR. POPPERS PINGUINE

wj Aurich. Eine alte Film-Faustregel lautet: Sobald Tiere oder Kinder ins Geschehen eingreifen, haben selbst gestandene Profis einen schwierigen Stand. Vielleicht war das der Grund, warum der für „Mr. Poppers Pinguine“ ursprünglich vorgesehene Hauptdarsteller Ben Stiller den Produzenten einen Korb gab. Owen Wilson und Jack Black sollen ebenfalls dankend abgelehnt haben. Letztlich fiel die Wahl auf Jim Carrey. Der wirkt in der Rolle des eiskalt berechnenden Geschäftsmannes Mr. Popper, dessen Leben von sechs putzigen Pinguinen auf den Kopf gestellt wird, jedoch auch alles andere als überzeugend.

Die einzig echten Spaßvögel sind hier die Pinguine
(Kinostart: 23. Juni  2011. Trailer: 20th Century Fox)
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Montag, 20. Juni 2011

22. EMDER FILMFEST - Preisverleihung

Briten und Schweizer räumen in Emden ab
wj Emden. Aus Großbritannien und der Schweiz kommen die großen Abräumer beim diesjährigen Internationalen Filmfest Emden Norderney. Den mit 10000 Euro dotierten ersten Platz beim "Bernhard-Wiki-Preis" holte "The First Grader" (Trailer: Goldcrest Films). Die Geschichte über einen Kenianer, der im stolzen Alter von 84 Jahren erstmals eine Schulbank drücken will, erhielt gleichzeitig auch den "DGB-Filmpreis". Ebenfalls doppelt ausgezeichnet wurde das Krebs-Drama "Stationspiraten“ (Trailer: Buena Vista International). Der Streifen von Regisseur Micheal Schaerer erhielt den 2011 in Emden erstmals ausgelobten "AOK-Filmpreis" sowie den von der Jugendredaktion der Emder Zeitung vergebenen "EZetera Filmpreis". Der zweite Platz beim "Bernhard-Wicki-Preis" ging mit "Oranges and Sunshine“ wiederum an einen britischen Beitrag. Das 22. Emder Filmfest läuft noch bis zum 22. Juni 2011.


Samstag, 18. Juni 2011

CSD-SPECIAL - Karl Heinrich Ulrichs

"Karl, du bist nicht wie die anderen Jungen..."
wj Oldenburg. Wenn sich Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle am heutigen Sonnabend beim „Christopher Street Day“ (CSD) Nordwest in Oldenburg wieder ein Stelldichein geben, mag deren buntes Treiben für manch' Außenstehenden wie Karneval anmuten. Eigentlich ist es aber ein Gedenktag mit politischem Hintergrund und soll an die Ursprünge der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung erinnern. Ein wichtiger Vorkämpfer dieser Bewegung - manche sagen sogar, der erste Schwulen-Aktivist überhaupt - war der Jurist, Gelehrte und Journalist Karl Heinrich Ulrichs, der 1825 in Aurich geboren wurde.

Ulrichs verbrachte seine Kindheit in Westerfeld, das heute zum Auricher Ortsteil Kirchdorf gehört. Das erste Mal bewusst wurde ihm seine Homosexualität, als er sich noch vor seinem zehnten Lebensjahr auf dem Auricher Gymnasium in einen älteren Mitschüler verliebte. Obwohl die beiden keine Liaison eingingen, merkte Mutter Elise bald, dass was im Busch war. „Karl, du bist nicht wie die anderen Jungen“, soll sie des Öfteren seufzend festgestellt haben. Von 1844 bis 1846 studierte Ulrichs in Göttingen Jura und Theologie, danach bis 1848 in Berlin Geschichte.

Die fachliche Kompetenz des Ostfriesen stand von Beginn an außer Frage. Bereits für seine Studienarbeiten in Göttingen erhielt er besondere Auszeichnungen. Später galt er als einer der führenden und besten Lateinkenner seiner Zeit. Wenn ihm eine große Karriere verwehrt blieb, lag dies nicht zuletzt an seinem ausgesprochen lockeren Umgang mit der eigenen Homosexualität. Ulrichs machte schon früh keinen Hehl daraus, dass er schwul war. Als Gerichtsassessor in Hildesheim drohte ihm daraufhin ein Strafverfahren. Der Vorwurf lautete, seine „widernatürliche Wollust mit anderen Männern“ würde „öffentliches Aergerniß erregen“. Der Beschuldigte kam dem Rausschmiss zuvor, indem er von sich aus den Staatsdienst quittierte und sich 1856 in Burgdorf bei Hannover als Anwalt niederließ. Aufgrund weiterer Ermittlungen von vorgesetzter Dienststelle wurde er 1859 mit einem Berufsverbot belegt und musste sich als Journalist, Privatsekretär und Sprachlehrer durchschlagen.
(Emder Zeitung, 18. Juni 2011, kompletter Artikel als PDF-Download)

Freitag, 17. Juni 2011

OMAS TEICH - Sicherheitskonzept

Höherer Wohlfühlfaktor durch mehr Sicherheit

wj Aurich/Großefehn. Diebstähle auf Großveranstaltungen wie zum Beispiel Open-Air-Festivals haben in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Um dem entgegen zu wirken, bieten die Organisatoren vom „Omas Teich“-Festival für dieses Jahr einen ganz besonderen Service an: In Kooperation mit dem neuen Sponsor, der Raiffeisen-Volksbank, wird es auf dem Festivalgelände Schließfächer sowie einen mobilen Bankautomaten geben. Am vergangenen Freitagnachmittag wurde das Konzept im Rahmen einer Pressekonferenz in Auricher Hauptfiliale der Volksbank offiziell vorgestellt.
(Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 20. Juni 2011)

Dienstag, 14. Juni 2011

22. EMDER FILMFEST: Kurzfilmprogramm

Exoten kommen aus dem hohen Norden
wj Emden. Länge kann, muss aber nicht immer entscheidend sein. Gute Beispiele dafür liefern Kurzfilme. Eine Auswahl cineastischer Kleinode hat auch in diesem Jahr wieder das Emder Filmfest zu bieten. Die Exoten kommen 2011 aus dem hohen Norden. Unter dem Motto "Icelandic Shorts“ sind Produktionen aus Island zu sehen. Einer der sechs Kurzfilme, die in diesem Rahmen laufen, ist die melancholische Teenager-Story "Smáfuglar“ - "Two Birds“ (siehe Video). Laut Programmheft werden die isländischen Originalfassungen in Emden mit deutschen Untertiteln gezeigt. Außerdem gibt es den Wettbewerb um den mit insgesamt 4000 Euro dotierten Ostfriesischen Kurzfilmpreis sowie die beiden Kurzfilmreihen "Auf schmalem Grat“ und "Es bleibt in der Familie“.

Aufführungstermine   "Es bleibt in der Familie"
15.06., 21:15 Uhr, VHS Forum Emden
21.06., 19:00 Uhr, VHS Forum Emden

Aufführungstermine  "Icelandic Shorts"
16.06., 16:45 Uhr, VHS Forum Emden
20.06., 17:00 Uhr, VHS Forum Emden

Aufführungstermine  "Auf schmalem Grat"
17.06., 23:45 Uhr VHS Forum Emden
22.06., 19:00 Uhr VHS Forum Emden

Aufführungstermine  "Ostfriesischer Kurzfilmpreis"
17.06., 21:15 Uhr, Kino Kurtheater Norderney
18.06., 21:30 Uhr, VHS Forum Emden
19.06., 11:15 Uhr, VHS Forum Emden

(Terminangaben ohne Gewähr, Video: Zik Zak Filmworks)

"Love.Might.Kill" live im "Tunis"

Debüt für deutsch-italienisches Metal-Projekt
wj Marx. Am 17. Juni 2011 erscheint "Brace for Impact“, das Debütalbum der deutsch-italienischen Metal-Formation “Love.Might.Kill”. Am Abend zuvor kann man die Band live im "Tunis“ in Marx sehen. Und das lohnt durchaus. Denn was auf den ersten Blick wie ein Newcomer-Projekt klingt, ist bei näherer Betrachtung gar keines. Die einzelnen Mitglieder von "Love.Might.Kill“ sind durch die Bank allesamt gestandene "Metaller“ mit exzellenten Referenzen.

Schlagzeuger Michael Ehré trommelte beispielsweise unter anderem schon bei „Firewind“ und Ex-„Scorpions“-Gitarrist Uli Jon Roth. Außerdem ist er der Hauptsongschreiber der Hamburger Metal-Institution „Metalium“. Christian Stöver und Stefan Ellerhorst („Crossroad“)gelten als eines der führenden Gitarren-Duos in Deutschland. Komplettiert wird Besetzungsliste von „Love.Might.Kill“ durch den italienischen Sänger Jan Manenti ("Angels & Demons") und Jogi Sweers am Bass. Als Gastmusiker hat sich für den Auftritt im „Tunis“ darüber hinaus noch Keyboarder Sascha Onnen von „Mob Rules“ angesagt.

Stilistisch versprechen „Love.Might.Kill“ klassischen melodischen Hard-Rock mit vielen Querbezügen zu Vorbildern der 70er und 80er Jahre. Wer auf filigrane Riffs und markante Rock-Hymnen à la „Judas Priest“, „Rainbow“ oder „Dio“ steht, ist bei diesem Konzert also genau an der richtigen Adresse. Einlass für den Auftritt von „Love.Might.Kill“ am 16. Juni 2011 im „Tunis“ in Marx ist um 20 Uhr

Montag, 13. Juni 2011

KINO - KUNG FU PANDA 2

wj Aurich. "Kung Fu Panda" Po ist zurück im Kino. In seinem zweiten Leinwandbenteuer muss der sympathische Knuddelbär mit Vorliebe für Kampfsport und Nudelsuppe gemeinsam mit seinen Freunden, den "Furiosen Fünf“, das Tal des Friedens vor dem fiesen Lord Chen beschützen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Immerhin verfügt der Bösewicht über eine mächtige Geheimwaffe, die zunächst unschlagbar erscheint...

Auch bei seiner 3-D-Premiere steppt der Bär richtig gut ab
(Kinostart: 16. Juni 2011. Trailer: Dreamworks) 
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Sonntag, 12. Juni 2011

22. EMDER FILMFEST

Martina Gedeck erhält Ehrenpreis
wj Emden. Am Mittwoch, 15. Juni 2011 startet zum 22. Mal das Internationale Filmfest Emden-Norderney.. Insgesamt werden in den Kinossälen in Emden und auf Norderney eine Woche lang über 100 verschiedene Filme aus mehr als 20 Ländern zu sehen sein. Als Stargast hat sich u.a. Martina Gedeck angesagt. Sie wird in diesem Jahr mit dem "Emder Schauspielpreis" ausgezeichnet. Noch nicht bekannt sind die Gewinner vom mit insgesamt 15000 Euro dotierten "Bernhard-Wicki-Preis". Wer den kriegt, das muss, wie jedes Jahr, erst noch das Publikum entscheiden. Die offizielle Preisverleihung findet am Sonntag, 19. Juni 2011 im Emder "Neuen Theater" statt. Letzter Festivaltag ist der 22. Juni 2011. Ausführliche Informationen zu den Filmen und Terminen sowie die Tagesprogramme als PDF-Datei zum Runterladen gibt es hier.

Mittwoch, 8. Juni 2011

KINO - X-MEN: ERSTE ENTSCHEIDUNG

wj Aurich. Der Kampf der Giganten geht in die nächste Runde. Allerdings lautet bei „X-Men: Erste Entscheidung“ die Devise: Zurück auf Anfang! Das Prequel beschreibt, wie und warum Mutanten-Mastermind Professor Charles Xavier und Erik Lehnsherr alias Magneto, die beide zunächst gute Freunde sind, zu erbitterten Gegenspielern werden. Als historischer Hintergrund dient die Kuba-Krise, die der Menschheit in den frühen 60er Jahren beinahe den Ausbruch eines 3. Weltkrieges beschert hätte.

Gelungener Mix aus Action und Anspruch
(Kinostart: 09. Juni 2011. Trailer: 20th Century Fox) 
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Dienstag, 7. Juni 2011

UKW-Band live im Hochzeitshaus

Ultrakurzweilige weltmusikalische Stunts
wj Aurich. „UKW-Band“ – das hat im Falle von Ulrich Kodjo Wendt weder etwas mit Radio noch mit Neuer Deutscher Welle zu tun. Der renommierte Vollblutmusiker und Filmkomponist benutzt dieses markante Kürzel ebenfalls, und zwar vorzugsweise, wenn er mit seiner eigenen Gruppe unterwegs auf Tour ist. Kommenden Pfingstmontag, 13. Juni 2011, wird er ein Gastspiel im Auricher „Hochzeitshaus“ geben. Beginn ist um 14.30 Uhr.
(Ausführlicher Vorbericht im Heimatblatt Aurich vom 08. Juni 2011)

Montag, 6. Juni 2011

Peter Maffay live in Bremen

Selbst Balladen kommen erstaunlich rockig rüber
wj Bremen. Extrem gut aufgelegt und spielfreudig präsentierten sich Peter Maffay und seine Band bei ihrem Auftritt am vergangenen Sonntag in der Bremen Arena. 5600 Besucher erlebten einen kurzweiligen musikalischen Streifzug mit altbekannten, vielfach aber neu arrangierten Hits. Trotz Orchesterbegleitung waren seichte Geigenklänge eher die Ausnahme. Tendenziell dominierte an diesem Abend harter E-Gitarren-Sound. 
(Vollständiger Bericht in der Nordwestzeitung vom 07. Juni 2011)

Mittwoch, 1. Juni 2011

KINO - SOURCE CODE

wj Aurich. Ganze acht Minuten bleiben ihm, um einen Attentäter zu enttarnen, der plant, halb Chicago in Schutt und Asche zu legen. Als wenn das nicht kompliziert genug wäre, verliebt sich Captain Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) innerhalb dieser Zeit in eine für ihn zunächst völlig wildfremde Frau, die er dann auch noch vor dem sicheren Tod retten will. Möglich macht das alles der "Source Code“, ein Computerprogramm mit dem man die Identität eines anderen Menschen kurz vor dessen Tod annehmen kann. Realisiert hat diesen spannenden Mix mit Elementen aus "Und täglich grüßt das Murmeltier“," Avatar" und "Matrix" Regisseur Duncan Jones, der Sohn von David Bowie.

Die alte "Was wäre wenn?"-Frage als SciFi-Thriller
(Kinostart: 02. Juni 2011. Trailer: Kinowelt) 
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Frank Schultz Trio live

Jazz-Guitar zwischen Mainstream und Moderne
wj Norden/Emden. „Immer leicht und nie angestrengt“ – so beschreibt Frank Schultz selber seine Musik auf einen kurzen Nenner gebracht. Was genau dahinter steckt, davon können sich die Jazz-Fans in Ostfriesland und Umgebung in den nächsten Tagen ein Bild machen. Der Kölner Gitarrist gibt mit seinem Trio mehrere Gastspiele in der Region. Das „Frank Schultz Trio", dem außerdem noch der Schlagzeuger Oliver Rehmann und der Kontrabassist Oliver Lutz angehören, bestreitet ein hauptsächlich aus Eigenkompositionen bestehendes Programm, in dem sich „die Virtuosität der drei Instrumentalisten gekonnt dem musikalischen Dialog unterordnet“, wie es in der Presseinformation der Gruppe heißt. 

Folgende Konzerttermine stehen in den nächsten Tagen an:
02.06.2011 Hotel „Zur Post“ Norden
03.06.2011 Wilhelm 13 Oldenburg
04.06.2011 Pelzerhaus Emden
05.06.2011 Kammermusiktage Dornum
(Ausführlicher Vorbericht u.a. im Heimatblatt vom 01.Juni 2011)

Lübecker Märtyer - Hermann Lange

Kritik am NS-Regime mit dem Leben bezahlt
wj Lübeck/Leer. In den Geschichtsbüchern stehen sie als „Lübecker Märtyrer“. Konkret verbergen sich dahinter vier Geistliche, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegen die Nazi-Propaganda zu wehren versuchen und dafür letztlich mit ihrem Leben bezahlen müssen. Drei von ihnen werden im Juni 2011 selig gesprochen, darunter auch der in Ostfriesland aufgewachsene katholische Priester Hermann Lange (siehe Foto: privat). 

Geboren wird Hermann Lange am 16. April 1912 in Leer. Wegen der beruflichen Verpflichtungen des Vaters, der als Navigationslehrer arbeitet, lebt die Familie zwischen 1913 bis 1919 in Emden und kehrt dann zurück nach Leer, wo sie ein Haus in der Mörikestraße beziehen. Hermann Lange besucht die katholische Volksschule und anschließend das staatliche Gymnasium. Das Reifezeugnis vom März 1933 fällt zwar eher mäßig aus. Aber neben überwiegend „genügender“ und zweimal „ungenügender“ Benotung werden zumindest seine Leistung in Biologie und Religion als „gut“ bewertet. Letzteres dürfte den jungen Hermann besonders gefreut haben. Denn für ihn steht längst fest, dass er später einmal Priester werden möchte.
  (Kompletter Artikel über Langes Biografie im Ostfrieslandmagazin 6/2011)