Sonntag, 31. Juli 2011

OMAS TEICH trotz schlechtem Sommer

Bands und Publikum sorgen für zahlreiche Knalleffekte
wj Großefehn. Die Besucherzahl vom vergangen Jahr mit 9000 Zuschauern annähernd gehalten und für einen verregneten Sommer außerordentliches Glück mit dem Wetter gehabt – so lautet das Fazit der Verantwortlichen von „Lake Entertainment“ für das diesjährige „Omas Teich“-Festival. Einmal mehr präsentierte sich nicht nur das ohnehin partyfreudige „Oma“-Publikum am Wochenende in Bestform. Auch die Bands standen dem in nichts nach und legten unter dem Strich eine hohe Leistungsdichte an den Tag. Analog zum DFB-Pokal, der an diesem Wochenende ja wieder einige faustdicke Überraschungen lieferte, galt ebenso bei „Omas Teich“ 2011: Die vermeintlich „kleinen“ unbekannteren Gruppen konnten mit den etablierten „Großen“ locker mithalten.
(Ausführlicher Bericht  in der Emder Zeitung vom 01. August 2011)

Samstag, 30. Juli 2011

Startschuss für OMAS TEICH

Über 7000 Besucher schon am ersten Festivaltag
 wj Großefehn. Bereits am Freitagnachmittag zählten die Organisatoren vom "Omas Teich Festival" in Großefehn über 7000 Besucher. Einer der musikalischen Höhepunkte des ersten Festivaltages war die Deutsch-Pop-Formation "Wir sind Helden" (siehe Foto). Aber auch der Rostocker Rapper Materia, die britische HipHop-Truppe "The Go! Team" und der kanadische Garagen-Rocker Danko Jones konnten mit ihren Darbietungen überzeugen. Am heutigen Samstag, 30. Juli 2011 wird das Festival fortgesetzt. Headliner am Abend sind die deutsche Independent-Gruppe "Madsen" und die britischen Chart-Topper "The Editors". Mit Spannung erwartet wird zudem der Auftritt des HipHop-Shooting-Stars "Casper", dessen aktuelles Album "XOXO" gerade diese Woche auf Platz eins der deutschen Charts eingestiegen ist. Er wird gegen 17.30 Uhr die Hauptbühne betreten. 

Freitag, 29. Juli 2011

Mythos Club 27

Mit 27 Jahren das Zeitliche gesegnet
Eine Frau mit einer phantastischen Stimme: Amy Winehouse (Video: Yahoo)

wj London. Am 23. Juli 2011 starb in London die englische Soul-Diva Amy Winehouse. Sie wurde nur 27 Jahre alt. Damit reiht sie sich ein in eine illustre Schar von Musikern, die allesamt ebenfalls im Alter von gerade einmal 27 Jahren das Zeitliche gesegnet haben. Längst ist in den Medien wieder die Rede vom „Club 27“, um den sich etliche Mythen und Legenden ranken.

Knapp drei Wochen vor seinem Tod spielte Jimi Hendrix auf dem legendären Isle of Wight Festival (Foto: Carl van der Walle)

„Live fast, love hard, die young“ („lebe schnell, liebe heftig, sterbe jung“) heißt ein Song, mit dem der Country-Sänger Faron Young 1955 einen Hit landet. Ab Ende der 60er Jahre scheint sich diese Refrainzeile für einige Rock-Stars zu einer Art makabrem persönlichem Lebensmotto zu entwickeln Am 3. Juli 1969 findet man in einem Swimmingpool die Leiche von Brian Jones. Der Mitbegründer der „Rolling Stones“ ist ertrunken, vermutlich infolge eines Asthmaanfalls unter Drogeneinfluss. Kurz darauf kostet ein tödlicher Mix aus Schlaftabletten und Alkohol Jimi Hendrix das Leben. Der Gitarrist erstickt am 18. September 1970 an seinem Erbrochenen. Rund drei Wochen später stirbt die Blues-Sängerin Janis Joplin. Ursache ist eine Überdosis Heroin in Kombination mit Alkohol. Exakt zwei Jahre nach Brian Jones erwischt es Jim Morrison. Der charismatische Frontmann der Gruppe „The Doors“ erleidet in der Badewanne eines Pariser Appartements einen Herzstillstand.
(Komplette Geschichte im Anzeiger für Harlingerland und Jeverschen Wochenblatt vom 30. Juli 2011)

Mittwoch, 27. Juli 2011

KINO - GESTÄNDNISSE

wj Aurich. Der japanische Thriller „Geständnisse“ hat bereits mehrere internationale Auszeichnungen eingeheimst und stand auf der erweiterten Nominierungsliste der letzten „Academy Awards" für den besten ausländischen Film. Jetzt läuft der Streifen, in dem Regisseur Tetsuya Nakashima („Kamikaze Girls“) schonungslos mit dem moralischen Werteverfall innerhalb der japanischen Gesellschaft abrechnet, endlich auch bei uns in Deutschland an. Protagonistin des Geschehens ist eine junge Lehrerin, die den Tod ihrer vierjährigen Tochter beklagt und dafür die Schüler ihrer Klasse verantwortlich macht. Den beiden Schuldigen mischt sie HIV-positives Blut in die Milch. Aber das ist erst der Anfang eines perfiden Racheplans, der bald weitere Kreise ziehen wird.....

Starker Psycho-Thriller auf der Spur von Schuld und Sühne
(Kinostart: 28. Juli 2011. Trailer: Rapid Eye Movies) 
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Dienstag, 26. Juli 2011

27. Musikalischer Sommer - Vilde Frang

ECHO-Preisträgerin zu Gast in Norden
wj Norden. Einen Volltreffer haben die Organisatoren des „Musikalischen Sommers“ in diesem Jahr mit der Verpflichtung der Geigerin Vilde Frang gelandet. Die ist nämlich gerade frisch mit dem Klassik-ECHO 2011 als beste Nachwuchskünstlerin ausgezeichnet worden. Am Freitag, 29. Juli 2011 gastiert die Norwegerin in der Norder Ludgerikirche und wird eine Violinsonate von Mozart sowie eine Sonate ihres Landsmannes Edvard Grieg aus ihrer aktuellen preisgekrönten CD spielen. 

Die offizielle Verleihung des Klassik-ECHO findet am 2. Oktober 2011 im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt statt. Das ZDF wird die von Thomas Gottschalk moderierte Veranstaltung am selben Abend ab 22 Uhr im Fernsehen ausstrahlen.
(Ausführlicher Bericht in der Emder Zeitung vom 26. Juli 2011) 

ACHTUNG: Die Organisatoren des "Musikalischen Sommers" haben mitgeteilt, dass Vilde Frang ihren für den 29. Juli 2011 angesetzten Auftritt in der Norder Ludgerikirche kurzfristig absagen muss, da sie an einer Lungenentzündung erkrankt ist.

Foto + Video: EMI

Samstag, 23. Juli 2011

Vor 30 Jahren: Erstes Halbemond Open Air

Zwei Tage lang Rock'n'Roll live für fünf Mark
wj Halbemond. Es hatte so ein bisschen was von Woodstock an der Waterkant. Vor 30 Jahren, im Sommer 1981, ging das erste Halbemond Open Air über die Bühne. Das war der Auftakt zu einer Reihe von Rock-Festivals, die bis heute weit über Ostfrieslands Grenzen hinaus einen geradezu legendären Ruf genießen.

„Wir waren dermaßen euphorisch, wir haben gar nicht daran gedacht, dass die Sache schief gehen könnte“, erinnert sich Siegfried Rettcher, der seit 1978 als Sozialpädagoge im Norder Jugendhaus tätig ist. Dort reifte irgendwann im Verlaufe des Jahres 1980 die Idee, ein Rock-Festival auf die Beine zu stellen. „Wir haben das als ein Stück aktive Jugendarbeit verstanden“, ergänzt Hans-Georg Rahmann, der Mitglied der seinerzeit frisch gegründeten Norder Musik AG war und als Mitarbeiter der Stadtverwaltung zudem den ein oder anderen guten Draht zu wichtigen politischen und behördlichen Entscheidungsträgern besaß. Immerhin mussten für eine solche Veranstaltung Auflagen erfüllt und Genehmigungen erteilt werden. Politiker und Beamte sollten sich allerdings als das geringste Hindernis erweisen. Misstöne entstanden anfänglich allenfalls, weil einige innerhalb des Organisationsteams vehement dafür plädierten, keinen Eintritt zu verlangen. „Damals waren die 'umsonst & draußen'-Festivals groß in Mode“, erklärt Rettcher. „Bloß für uns war es die erste Veranstaltung dieser Art. Da hielt ich es nicht für besonders klug, keinen Eintritt zu nehmen. Und mit fünf Mark für zwei Tage bewegte sich der Preis ja in einem sehr überschaubaren Rahmen.“
(Kompletter Artikel im Ostfriesischen Kurier vom 23. Juli 2011)

Mittwoch, 20. Juli 2011

KINO - BRAUTALARM

wj Aurich. In seinem neuesten Streifen „Brautalarm“ nähert sich Regisseur Paul Feig dem Thema Hochzeit zur Abwechslung einmal aus der Perspektive der Trauzeugen und Brautjungfern. Natürlich ist zunächst sonnenklar, dass die beste Freundin der Braut den Job der Trauzeugin bereitwillig und gerne übernimmt. Wenn sich zwischen ihr und den anderen Brautjungfern allerdings ein Zickenkrieg entspannt, ist schnell Schluss mit lustig..Für den Kinozuschauer fängt der Spaß hingegen genau da erst richtig an.

Hinreißende Romantik-Komödie mit viel Charme und Witz
(Kinostart: 21. Juli 2011. Trailer: Universal) 
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Dienstag, 19. Juli 2011

Chart-Stürmer bei OMAS TEICH

Casper von Null auf Platz 1 der Album-Charts 
wj Großefehn. Das nennt man dann wohl ein feines Näschen und exzellentes Timing. Denn als die Organisatoren vom „Omas Teich“-Festival (29. und 30. Juli in Großefehn) den Deutsch-Rapper Casper für ihre Veranstaltung verpflichteten, wussten sie zwar, dass der Mann gut ist. Dass dessen neues Album „XOXO“ in den heute veröffentlichten offiziellen Media Control Charts aber gleich von Null auf den ersten Platz schießen würde, dürften die wenigsten geahnt haben. Gewünscht haben es ihm hingegen viele. Könnte er doch den frischen Input bringen, den die momentan stagnierende deutsche HipHop-Szene derzeit dringend nötig hätte.

(Ausführlicher Bericht im Heimatblatt Aurich vom 24. Juli 2011. Video: Four Music)

Montag, 18. Juli 2011

27. Musikalischer Sommer

99 Luftballons über Ostfriesland
wj Aurich. Am Freitag, 22. Juli 2011 startet der „Musikalische Sommer in Ostfriesland“ zu seiner nunmehr 27. Auflage. Los geht es ab 20 Uhr mit dem traditionellen Eröffnungskonzert in der Auricher Lambertikirche. Ausführende Interpreten sind in diesem Jahr der französische Violinist Philippe Graffin, der niederländische Cellist Jan-Ype Nota sowie die amerikanische Pianistin Li-Pi Hsieh. Gemeinsam mit Iwan König (Klavier, siehe Foto), Doren Dinglinger (Violine) und dem Bratschisten Erik (Wenbo) Xu sorgen sie gleich zum Auftakt für jede Menge internationales Flair.

Das gilt mindestens ebenso für das musikalische Programm. Zu hören sein werden am Freitagabend das „Klavierquintett op. 84“ des britischen Komponisten Edward Elgar, über das sich bereits George Bernhard Shaw bei der Uraufführung euphorisch äußerte, sowie das „Andante spianato et grande polonaise brillante“ von Frédéric Chopin und das „Klaviertrio op. 99 von Franz Schubert“. Für das Eröffnungskonzert gibt es nur noch Hörplatz-Karten. Damit auch diese Besucher optisch auf ihre Kosten kommen, werden eigens zu diesem Zweck Leinwände installiert, auf denen das Konzert verfolgt werden kann.

Auch in den nachfolgenden drei Wochen bietet der „Musikalische Sommer“ dann noch bis einschließlich 14 August 2011 eine ganze Reihe weiterer ähnlich hochkarätige Veranstaltungen in Ostfriesland und Umgebung. Eine ausführliche Programmübersicht findet man unter der Adresse www.musikalischersommer.net. Als Werbegag haben die Organisatoren der Veranstaltung übrigens am heutigen Montag 99 Luftballons vor der Ostfriesischen Landschaft in Aurich gen Himmel geschickt. An ihnen hängt jeweils ein Gutschein, der den glücklichen Findern einen 50-prozentigen Rabatt auf den Preis einer Konzertkarte beschert.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Sozialministerin Aygül Özkan in Aurich

Budgets nicht unnötig gegeneinander ausspielen

wj Aurich/Hannover. Aygül Özkan besuchte am gestrigen Mittwoch die Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich. Anlass zur Sorge besteht aber zum Glück nicht. Denn die niedersächsische Sozialministerin kam ganz offiziell nach Ostfriesland, um sich mit Verantwortlichen der Klinikleitung informell auszutauschen. Da die vorherige Visite einer Sozialministerin bereits etwas länger zurück lag – zuletzt war im Jahre 2004 Ursula von der Leyen da – hatten sich beide Seiten einiges zu erzählen.
(Ausführlicher Artikel im Ostfriesischen Kurier vom 14. Juli 2011)

Sonntag, 10. Juli 2011

KINO - HARRY POTTER U.D. HEILIGTÜMER DES TODES 2

wj Aurich. Sollte am Ende alles umsonst gewesen sein? Werden Zauberlehrling Harry Potter und seine Freunde ihren Kampf gegen den bösen Lord Voldemort und seine Schergen tatsächlich verlieren? In der Fortsetzung der Verfilmung des siebten und letzten "Harry Potter“-Romans "Die Heiligtümer des Todes“ sieht es zunächst ganz danach aus. Allerdings tut sich dann doch noch ein Weg auf, der Rettung verspricht....

Würdiges Finale mit Monumental-Kino vom Feinsten
(Kinostart: 14. Juli 2011. Trailer: Warner Bros.) 
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Montag, 4. Juli 2011

OMAS TEICH Band-Contest

"Rampage" rocken in Großefehn
 
wj Wilhelmshaven. Der letzte Teilnehmer für das "Omas Teich Festival" (28. bis 30. Juli 2011 in Großefehn) steht jetzt fest. Bei einem Band-Contest auf dem "Wochenende an der Jade" konnten sich die Lokalmatadoren "Rampage" (siehe Foto: privat) durchsetzen. Musikalisch steht die Gruppe aus Wilhelmshaven nach eigenem Bekunden für "kompromisslosen Rock", der sich nicht in eine bestimmte Richtung drängen lassen will.  "Neben harten Gitarrenriffs und Songs, die ins Endlose auszuufern drohen, gibt es auch straighte Rocknummern", heißt es in der Selbstdarstellung der Band. "Es werden aber auch leisere Töne angeschlagen. Bass und Schlagzeug bilden das Fundament, auf dem die Gitarrenriffs sich voll entfalten können. Die unverwechselbare Stimme von Sänger Nils gibt den Songs dann noch das gewisse Etwas."

Sonntag, 3. Juli 2011

3. Bremer Badewannenregatta

Fast bis nach Niedersachsen abgetrieben...
wj Mahndorf. Viel bunter Trubel herrschte gestern am und auf dem Mahndorfer See. Das Bürgerhaus hatte zur dritten Auflage der „Bremer Badewannenregatta“ eingeladen. Von den ursprünglich zwölf angemeldeten Teams, gingen am Ende elf den Start. Dass die jeweils schnellsten und skurrilsten Gefährte besondere Auszeichnungen erhielten, geriet dabei fast zur Nebensache. In erster Linie sollten die Teilnehmer genauso wie die zahlreich erschienenen Schaulustigen am Ufer jede Menge Spaß haben.
(Ausführlicher Bericht in der Kreiszeitung vom 04. Juli 2011)

Sommerfest Habbenhausen

Trotz des Regenwetters keine miese Stimmung
wj Habbenhausen. Nach einer Pause im letzten Jahr organisierte die Interessengemeinschaft Einkaufspark Habbenhausen am vergangenen Sonntag wieder ein Sommerfest. Dass die Besucherresonanz vor allem zu Beginn der Veranstaltung zunächst etwas schleppend war, lag wohl mehr am regnerischen Wetter als am Programm. Denn das Programm hatte für Jung wie Alt wirklich einiges zu bieten.
(Ausführlicher Bericht in der Kreiszeitung vom 04. Juli 2011)

Freitag, 1. Juli 2011

31. TAG DER NIEDERSACHSEN in Aurich

Stimmungsvoller Auftakt zum "Tag der Niedersachsen"
wj Aurich. Mit einem Festakt in der Auricher Sparkassenarena ist am Freitag, 01. Juli 2011 der 31. "Tag der Niedersachsen" offiziell eröffnet worden. Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann und der Auricher Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst bedankten sich in ihren Ansprachen bei den zahlreichen, zumeist ehrenamtlich tätigen Helfern, die durch ihr Engagement entscheidend zum Gelingen der Veranstaltung beitragen würden. 

Neben vielen über die gesamte Auricher Innenstadt verteilten Ständen, auf denen sich verschiedene Regionen, Städte, Vereine, Institutionen usw. aus Niedersachsen präsentieren durften, gab es ein kunterbuntes kulturelles Rahmenprogramm für Jung und Alt. Einer der musikalischen Höhepunkte war der Auftritt des Sängers Laith Al-Deen (siehe Foto) am Freitagabend . 

Hier noch ein paar Impressionen vom 31. "Tag der Niedersachsen"

INTERVIEW mit Chris Barber

"Es lohnt sich, diese Musik gut zu spielen"
wj Aurich/London. Nicht nur wegen seiner Hits wie „Ice Cream“ oder „Petite Fleur“ gilt er als eine der Schlüsselfiguren des traditionellen Jazz in Europa. Ganz nebenbei ist Chris Barber auch stets ein engagierter Förderer des Blues gewesen und hat damit Legionen von Rockmusikern und -gruppen den Weg geebnet. „Beatles“, „Rolling Stones“, „Led Zeppelin“, Eric Clapton, Van Morrison oder Eric Burdon sind nur ein paar Namen, die ohne den britischen Posaunisten und Bandleader heutzutage vielleicht gar niemand kennen würde. Im nachfolgenden Interview lässt Chris Barber die wichtigsten Stationen seiner langjährigen Karriere noch einmal Revue passieren.

Frage: Wie sind Sie zur Musik gekommen?
Chris Barber: Mein Vater liebte Musik. Er hat Violine gespielt. Ich glaube, er war ganz gut. Jedenfalls spielte er in einem Sinfonieorchester, das er in seinen letzten Jahren auch geleitet hat. Also muss er schon ziemlich gut gewesen sein. Bei uns zu Hause habe ich ihn nie spielen gehört. Ich wusste lediglich, dass er eine Violine besaß. Was ich gehört habe, das waren seine Schallplatten. Das waren damals noch Schellack-Platten. Da brauchte man fünf oder sechs Stück für ein komplettes Violinenkonzert von Beethoven. Als ich fünf oder sechs Jahre alt war habe ich mir die entsprechenden Labels der Platten gemerkt, wo die Passagen drauf waren, die mir gut gefielen.

Frage: Was war mit Jazz?
Barber: Vor dem Zweiten Weltkrieg habe ich gar keinen Jazz gehört. Damals lief nicht dauernd und immer Musik, wie das heutzutage überall der Fall ist. Selbst im Radio gab es während meiner Kindheit fast nur ernste Programme, in denen viel gesprochen wurde. Erst irgendwann mitten im Krieg – da muss ich so zwölf oder dreizehn Jahre alt gewesen sein - begann die BBC, auf einem Kanal ein durchgängiges Tagesprogramm zu senden. Das mussten die natürlich irgendwie gefüllt kriegen, und da wurde viel Musik gespielt. Weil sie damit keine Erfahrung hatten, haben die sich aus einem Stapel Platten wahllos einzelne Scheiben herausgepickt. Manchmal, wenn ihnen ein „Fehler“ unterlief und sie nicht genau wussten, was das für Musik war, meinten die Ansager: „Nun, ich glaube, das muss eben wohl Jazz gewesen sein....“

Frage: Galt Jazz im Hause Barber also nicht als verrucht und verpönt?
Barber: Ich mochte die Musik und war politisch gut informiert, weil innerhalb unserer Familie linksliberale Ansichten vertreten wurden. Natürlich gab es auch die erzkonservative britische Tradition, die sich phasenweise stark dem Faschismus annäherte. Edward VIII, der König, der dann doch kein König wurde, war bekanntlich ein Bewunderer von Herrn Hitler. Leute aus dieser Ecke haben Jazz natürlich gehasst. Trotzdem haben es die Faschisten zum Glück nicht geschafft, den Jazz zu stoppen. Genauso wenig wie nach dem Krieg die Funktionäre der kommunistischen Staaten, die Jazz ebenfalls nicht mochten. Auch die konnten ihn letztlich nicht aufhalten.

Frage: Wie kam der Schritt zur Live-Musik? Warum fiel Ihre Wahl auf die Posaune?
Barber: Die Posaune habe ich rein zufällig für mich entdeckt.
(Die komplette Fassung dieses Interviews gibt es nachzulesen in der Zeitschrift JAZZ PODIUM 7/8 2011)
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