Donnerstag, 2. Februar 2012

INTERVIEW mit Atze Schröder

Warum leiden so wenige Hausfrauen unter "Burnout"?
wj Aurich. „Ja, nee is klaaaar....“ - Unter den deutschen Comedians zählt Atze Schröder zweifelsohne zu den beständigsten Figuren. Gerade ist der Mann mit dem unverwechselbaren Lockenköpfchen wieder unterwegs auf großer Bühnen-Tournee und wird am 6. Dezember 2012 auch in der Auricher Sparkassenarena Station machen. Aus diesem Anlass stand er im folgenden Interview Rede und Antwort und erzählt, was ihm momentan alles so Kopfzerbrechen bereitet.

Frage: „Schmerzfrei“ heißt das neue Programm. Bedeutet das, Atze Schröder geht wieder dahin, wo es weh tut?
Atze Schröder: Ganz genau. Mein neues Programm wird noch härter als  mein letztes. Im Prinzip möchte ich darin mit meinen eigenen Worten beschreiben und erklären, was man sich unter dem Begriff „schmerzfrei“ so alles vorstellen kann. Zum Beispiel bin ich neulich in Nürnberg an einem Coffee-Shop vorbei gekommen. Da stand auf einen Schild: „Coffee to go“. Darunter hatte jemand geschrieben: „Jetzt auch zum Mitnehmen“. Das sind die kleinen Schmerzfreiheiten, über die ich reden werde. Es gibt natürlich auch große, wie zum Beispiel die Griechen. Über vierzig Jahre haben wir ja gedacht, der Uso nach dem Essen wäre umsonst. Jetzt stellt sich heraus: Wir müssen ihn doch bezahlen. Jemand wie Berlusconi ist auch schmerzfrei. Der tritt ja nicht zurück. Der schwillt ab. Und unser Oberhäuptling in Deutschland macht es gerade auch vor.

Frage: Sie meinen unseren Bundespräsidenten Christian Wulff? Ist der auch ein Thema für Atze?
Atze: Natürlich setze ich mich auch mit Christian Wulff auseinander. Ich habe das allerdings wirklich sehr, sehr kurz gehalten. Denn ich finde, dass dieses Thema eigentlich schon wieder völlig „out“ ist.

Frage: Inwiefern spielt das aktuelle Tagesgeschehen überhaupt eine Rolle im Programm?
Atze: Vor allem in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten beschäftige ich mich mit den aktuellen Sachen. Ich gucke dafür auch schon mal in die Zeitung oder frage den Hausmeister der Halle, was es so Neues gibt. Wenn etwas dabei ist, was in mein Programm passt, versuche ich das natürlich irgendwie einzubauen.

Frage: Vielleicht auch ein bisschen Lokalpolitik oder zumindest Lokalkolorit?
Atze: Als ich das letzte Mal in Ostfriesland aufgetreten bin, das war in der Emder Nordseehalle. Da habe ich versucht, auf der Bühne Emder Platt zu sprechen. Ich kann das natürlich nicht richtig. Aber irgendwie habe ich den Tonfall wohl so gut getroffen, dass die Halle plötzlich Kopf stand. 
Komplettes Interview im Sonntagsblatt vom 05. Februar 2012
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