Mittwoch, 29. Februar 2012

"Erscheinen Pflicht" mit Vivian Hanjohr

Systemkritische Töne in spröder 80er-Jahre-Optik
wj Aurich. Castings gibt es in Deutschland nicht erst seit ein paar Jahren. Selbst in der ehemaligen DDR war so etwas durchaus üblich. Einer, der immer wieder gerne mit Laiendarstellern gearbeitet hat, ist der Regisseur und Autor Helmut Dziuba. Sein Film „Erscheinen Pflicht“ aus dem Jahre 1984 wurde am Mittwoch im Rahmen der Niedersächsischen SchulkinoWochen in den Kinos des Auricher Carolinenhofs gezeigt. Zu diesen Vorführungen war aus Berlin die damalige Hauptdarstellerin Vivian Hanjohr angereist, um im Anschluss an den Film Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten. 

Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 01. März 2012. Trailer: DEFA
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Montag, 27. Februar 2012

Selbstmorde in der JVA Aurich

Gefängnispersonal hat sich nichts vorzuwerfen
wj Aurich. Innerhalb von rund drei Jahren haben in derJustizvollzugsanstalt (JVA) Aurich drei Untersuchungshäftlinge Selbstmord begangen. Der letzte Suizid ereignete sich erst vor wenigen Wochen. Das Gefängnispersonal trifft in dem Zusammenhang allerdings keinerlei Schuld. Zu dieser Feststellung gelangte die innenpolitische Sprecherin der Grünen im Niedersächsischen Landtag Meta Janssen-Kucz.. Gemeinsam mit einer Delegation ihrer Landtagsfraktion stattete sie der JVA in Aurich am Montag einen Besuch ab und lobte auf der anschließenden Pressekonferenz insbesondere das große Engagement des Personals. „Ich habe nicht den Eindruck, dass dort leichtfertig gehandelt worden ist“, erklärte die Grünen-Politikerin.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 28. Februar 2012.
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Frisurentrends Frühjahr/Sommer 2012

Eine neuer Trend: "Volahiku" statt "Vokuhila"
wj Aurich. Viele Trends kommen und gehen, und die meisten davon wiederholen sich. Das gilt wohl nirgendwo sonst so sehr wie in der Modebranche. Fast folgerichtig wurde bei der Präsentation der neuen Trends für das Frühjahr und den Sommer 2012 durch den Friseurbezirksverband Ostfriesland das Rad in Sachen Frisuren einmal mehr nicht neu erfunden. Aber spannende und interessante Kreationen bot die Präsentation, die am vergangenen Sonntagabend in der Auricher Stadthalle über die Bühne ging, dennoch allemal.
Ausführlicher Bericht in der Emder Zeitung vom 28. Februar 2012
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Samstag, 25. Februar 2012

"Kalte" Fernwärme

Testphase geht in den Endspurt
wj Aurich. „Kalte Fernwärme? Was ist denn das für ein Käse?“ Stimmt genau, jedenfalls wenn man sich das neue innovative Energiekonzept betrachtet, das die Stadt Aurich gerade testet. Dort nutzt man nämlich die Abwässer des örtlichen Molkereibetriebs „Rücker“ zur Energiegewinnung. Da sich die Temperaturen dieser Abwässer im vergleichsweise niedrigen Bereich von rund 30 Grad Celsius bewegen, sprechen Experten hier tatsächlich von „kalter“ Fernwärme.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 25. Februar 2012.
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Ersatzwallheckenprogramm der Stadt Aurich

Angebot stößt auf eine sehr breite Resonanz
wj Aurich. Seit April 2008 fördert die Stadt Aurich Privatleute, die auf ihrem Grundstück eine Wallhecke anlegen. Das Angebot stößt bisher auf eine sehr breite Resonanz innerhalb der Bevölkerung. Am vergangenen Donnerstag gab es in der Auricher Ratssitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Energie einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Wallheckenprogramm. Danach haben bis zum Sommer 2011 insgesamt 97 Teilnehmer auf ihren jeweiligen Privatgrundstücken 29600 Meter für Ersatzwallhecken zur Verfügung gestellt. Auf 27000 Metern sind bereits Ersatzwallhecken erstellt, wobei eine Fläche von 24000 Quadratmeter auch schon bepflanzt worden ist.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 25. Februar 2012.
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Freitag, 24. Februar 2012

Hungersnot in Afrika

Ohne "early action" bringt "early warning" wenig
wj Aurich. Man stelle sich einmal vor, bei einem Großbrand heulen die Sirenen stundenlang Sturm, die Feuerwehr trifft aber erst nach geraumer Zeit am Ort des Geschehens ein und hat dann bloß ein paar Eimer Wasser dabei. Da würde sich wohl jeder ziemliche hilflos fühlen. Genau so ergeht es momentan Millionen von Menschen am Horn von Afrika. Aufgrund der schwersten Dürre seit 60 Jahren herrscht dort eine Hungersnot, die bis jetzt mindestens 100000 Todesopfer gefordert hat.
Der Auricher Bundestagsabgeordnete und stellvertretender Vorsitzende des Entwicklungsausschusses im Bundestag Thilo Hoppe (Grüne) hat der Krisenregion gemeinsam mit seinem CDU-Kollegen Frank Heinrich im Februar einen Besuch abgestattet. Beide Abgeordnete wollten sich ein Bild von der Situation vor Ort machen. Am vergangenen Donnerstag lud Hoppe zu einem Pressegespräch in sein Auricher Regionalbüro ein, um über seine Eindrücke aus dem afrikanischen Krisengebiet zu berichten. Klar ist: Von Entspannung kann längst keine Rede sein. Und wenn nicht rechtzeitig etwas unternommen wird, sind die nächsten Hungerkatastrophen bereits vorprogrammiert.
Wer mit Spenden helfen möchte, kann sich z.B. an die Plattform „ENTWICKLUNG HILFT“ wenden. Dort arbeiten kirchliche Hilfswerke wie „Brot für die Welt“ und „Misereor“ mit der Welthungerhilfe, „terre des hommes“ und „Medico international“ eng zusammen. Kontonummer  5151 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00)
Ausführlicher Bericht im Sonntagsblatt vom 26. Februar 2012. Fotos:privat
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Donnerstag, 23. Februar 2012

B 210n - Runder Tisch

"Stuttgart 21" als Vorbild für Ostfriesland?
wj Aurich. Angesichts der nach wie vor kontrovers geführten Debatte um die im Landkreis Aurich geplante Umgehungsstraße B 210n hat Thilo Hoppe noch einmal seine Anregung aufgegriffen, einen Runden Tisch nach Vorbild von „Stuttgart 21“ zu installieren. Dies äußerte der Bundestagsabgeordnete der Grünen in einem Pressegespräch, zu dem er am Donnerstag in sein Auricher Regionalbüro eingeladen hatte. Um eine vernünftige Diskussionsbasis zu erhalten, ist es nach Ansicht von Hoppe unerlässlich, Daten und Zahlen aus dem neuen, ab 2015 gültigen Bundesverkehrswegeplan als Grundlage zu nehmen. Nach seinen Informationen haben sich hier inzwischen einige zum Teil gravierende Veränderungen ergeben, die man in der Planung unbedingt berücksichtigen müsste.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 24. Februar 2012.
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Mittwoch, 22. Februar 2012

Kinderschutzbund Aurich - Neue Vorsitzende

Langjährige Vorsitzende wird Ehrenmitglied
wj Aurich. Eine ereignisreiche Jahreshauptversammlung erlebte der Kinderschutzbund Aurich am vergangenen Dienstag im Europahaus. Zur neuen 1. Vorsitzende des Ortsvereins wurde Petra Garrels gewählt. Sie löst damit Rita Weißer ab, die für ihre langjährigen Verdienste eine Ehrenmitgliedschaft erhielt. Insgesamt zog der Verein eine durchweg positive Bilanz und konnte bei seiner Arbeit im vergangenen Jahr sogar einen kleinen Überschuss erwirtschaften.

Schon von 1989 bis 2007 hatte Rita Weißer als 1. Vorsitzende die Geschicke des Auricher Kinderschutzbundes geleitet. Als der Posten im vergangenen Jahr plötzlich wieder vakant wurde, sprang sie noch einmal ein, allerdings mit der klaren Vorgabe, dass nach einem Jahr die Nachfolge neu geregelt werden müsste. Dieser Wunsch wurde ihr nun mit der Wahl von Petra Garrels erfüllt.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 23. Februar 2012.
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Donnerstag, 16. Februar 2012

Sturmflut 1962

"Es droht die denkbar größte Gefahr!"
wj Ostfriesland. Rückblickend betrachtet kam Ostfriesland bei der Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 vergleichsweise glimpflich davon. Dass die Menschen, die entlang der Küste und auf den Inseln betroffen waren, an einer weitaus größeren Katastrophe nur um Haaresbreite vorbei geschrammt sind, ist ihnen erst allmählich bewusst geworden. Immerhin tobte sich das Orkantief mit dem vielsagenden Namen „Vincinette“ (zu Deutsch: „die Siegreiche“) auch hier mächtig aus und hinterließ eine Spur der Verwüstung, die niemand so schnell wieder vergessen sollte. 
Ausführlicher Rückblick im Sonntagsblatt vom 19. Februar 2012. Fotos: NLWKN, Campen/SKN (u.) 
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Neuer "Steinzeit Koffer"

Geschichte näher bringen und "begreifbar" machen
wj Aurich. Um einen Knopf anzunähen, braucht man eine Nadel. Das war vor 20000 Jahren nicht anders. Ungefähr so alt ist nämlich das Prinzip der Nähnadel. Ausgehend von solchen und ähnlichen Alltagsgegenständen und -erfahrungen hat ein Arbeitskreis der Ostfriesischen Landschaft einen „Steinzeit Koffer“ zusammen gestellt. Die darin enthaltenen Utensilien sollen Schülerinnen und Schülern das Thema Steinzeit näher bringen. Drei dieser Koffer gibt es. Am Donnerstag wurden sie auf einer Pressekonferenz von der Ostfriesischen Landschaft in Aurich vorgestellt.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 17. Februar 2012.
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Dienstag, 14. Februar 2012

LTW 2013: CDU-Kandidatin nomminiert

Beate Eggers will für die CDU in den Landtag
wj Aurich. Sie will bei den Landtagswahlen am 20. Januar 2013 im Wahlkreis 86 in Aurich das Direktmandat für die CDU holen. Letzten Sonntag gab Beate Eggers ihre grundsätzliche Bereitschaft für eine Kandidatur bekannt. Obwohl die 47-jährige noch nicht endgültig nominiert ist, erfährt sie schon jetzt breite Unterstützung von ihrer Partei.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 15. Februar 2012.
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Sonntag, 12. Februar 2012

Paul Panzer live in Aurich

"Willst du 'nen coolen Job, geh' zu Bofrost!"
wj Aurich. „Noch ist die Welt zu retten!“ prognostiziert Paul Panzer. Wie das gelingen kann, versucht er in seinem neuen gleichnamigen Programm zu erklären. Am vergangenen Freitag war der Comedian live in der Auricher Sparkassenarena zu sehen, um dem Publikum dort seine ganz persönliche Sicht der Dinge darzulegen. Die gesammelten Erkenntnisse und Einsichten des Herrn Panzer gerierten dermaßen schräg, dass die Zwerchfelle der restlos begeisterten Zuschauer ein ums andere Mal auf eine extrem harte Belastungsprobe gestellt wurden.
Ausführlicher Bericht in der Emder Zeitung vom 13. Februar 2012
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Freitag, 10. Februar 2012

PI Aurich-Wittmund "Rotsünder"

Bei Rot über die Ampel ist kein Kavaliersdelikt
wj Aurich. „Das war höchstens hellrot, Chef“ heißt es an einer Stelle in der Filmkomödie „Blues Brothers“, nachdem eine Ampel glatt bei Rot überfahren wurde. Über Witze dieser Art können die Verantwortlichen bei der Polizeiinspektion Aurich-Wittmund längst nicht mehr lachen. Erst recht nicht, seit man die Statistiken vom Januar 2012 ausgewertet hat. Allein im vergangenen Monat ereigneten sich neun Unfälle, bei denen die Missachtung einer roten Ampel die Ursache gewesen ist. Neben einem Schachschaden von insgesamt 58650 Euro gab es einen Schwer- und neun Leichtverletzte. Auf einer Pressekonferenz am vergangenen Freitag appellierte Sonja Boje, Leiterin Einsatz der PI Aurich-Wittmund deswegen einerseits an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer, kündigte aber andererseits auch verstärkte Schwerpunktkontrollen an Ampelkreuzungen an.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 11. Februar 2012
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Haushalt Stadt Aurich 2012

170 Millionen Euro für den Landkreis von der Stadt
wj Aurich. Die Schulden werden immer weniger, trotzdem wird weiter fleißig investiert. Das funktioniert in Aurich nicht zuletzt deswegen so wunderbar, weil die Stadt vor allem dank anhaltend hoher Gewerbesteuereinnahmen finanziell nach wie vor prächtig dasteht. 2011 sind laut vorläufigen Schätzungen 86 Millionen Euro an Gewerbesteuern eingenommen worden. Für 2012 werden 98 Millionen Euro prognostiziert. Diese Zahlen legte Aurichs Erster Stadtrat Hardwig Kuiper am vergangenen Donnerstag bei der Einbringung des Haushaltes 2012 in den Finanzausschuss vor.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 11. Februar 2012. Grafiken: Stadt Aurich.
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Semino Rossi live in Aurich

Latino-Klassiker und romantische Schlagermusik
wj Aurich. Auch wer kein ausgewiesener Schlager-Fan ist, muss einfach neidlos anerkennen, dass Semino Rossi über eine schlichtweg phänomenale Stimme verfügt. Eine eindrucksvolle Kostprobe davon bekam am vergangenen Donnerstagabend einmal mehr das Publikum in der Auricher Sparkassenarena, wo der gebürtige Argentinier binnen zwei Jahren bereits zum zweiten Mal auftrat. Wie schon beim letzten Konzert konnte die Mischung aus romantischen Schlagern und folkloristisch angehauchten Show-Einlagen musikalisch absolut überzeugen. Der „Sound“ ließ jedoch stellenweise etwas zu wünschen übrig. 
Ausführlicher Bericht im Sonntagsblatt vom 12. Februar 2012
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Donnerstag, 9. Februar 2012

Auricher Patennetzwerk

Noch ist weiter fleißig "Klinkenputzen" angesagt
wj Aurich. Wo andere aufgeben, da fängt ihre Arbeit meistens erst an. Seit Mai vergangenen Jahres kümmern sich die Mitglieder des Auricher Patennetzwerkes um Jugendliche, die in der Schule oder bei ihrer Ausbildung Probleme haben. Am vergangenen Mittwoch traf man sich zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch im Ständesaal der Ostfriesischen Landschaft. Als erstes Fazit kam dabei heraus: Innerhalb der kurzen Zeit ist bereits einiges bewegt worden. In mancherlei Hinsicht herrscht aber doch noch gehöriger Handlungsbedarf.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 10. Februar 2012
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Dienstag, 7. Februar 2012

22. Auricher Wissenschaftstage eröffnet

Gelungener "Kaltstart" zum Auftakt
wj Aurich Trotz abendlicher Eiseskälte von gemessenen minus vier (und gefühlten minus zehn) Grad Celsius erfreute sich die Auftaktveranstaltung der 22. Auricher Wissenschaftstage regen Besucherzuspruchs. Einer der Ehrengäste, die am gestrigen Dienstag ins bis in die oberen Ränge voll besetzte Foyer der Auricher Sparkasse kamen, war der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister, der auch eine kurze Grußrede hielt. Der anschließende Eröffnungsvortrag hätte angesichts des momentan herrschenden frostigen Temperaturen kaum passender ausfallen können. Beschäftigte er sich doch mit dem Thema: „Was bedeutet der Klimawandel in den Polarregionen für uns?“ Referentin war Dr. Karin Lochte, die Direktorin des in Bremerhaven ansässigen Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung.

Weitere Vorträge im Rahmen der Auricher Wissenschaftstag finden zwischen dem 09. und 24. Februar sowie am 01. Juni 2012 statt. Eine Übersicht zum Programm gibt es HIER.
 Ostfriesischer Kurier vom 08. Februar 2012
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Montag, 6. Februar 2012

Projekt "Longing for Paradise"

Thema Prävention bleibt nach wie vor wichtig
wj Aurich. „Oft wissen die Jugendlichen sogar besser Bescheid als die Erwachsenen“, meint Sven Behrends. Der Polizeikommissar betreute am Freitag einen der Stände auf dem Präventionsmarkt, der zwischen Donnerstag und Samstag in der Auricher Stadthalle über die Bühne ging. Parallel dazu erlebte das von vorwiegend jugendlichen Laiendarstellern eingeübte Theaterstück „Longing for Paradise“ seine Premiere und zog an den drei Tagen weit über 2500 Zuschauer in die Stadthalle.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 04. Februar 2012
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150 Jahre MTV Aurich - Programm

Rundes Jubiläum wird ganzes Jahr über gefeiert
wj Aurich. Da kann man wohl mit Fug und Recht von einem „ganz dicken Ding“ sprechen. Stolze 320 Seiten umfasst die Chronik des MTV Aurich, der 2012 seinen 150. Geburtstag feiert. Das Buch geht gerade in Druck und soll Anfang März im Handel erhältlich sein. Um das Jubiläum gebührend zu würdigen, wird es das gesamte Jahr über eine Reihe von Veranstaltungen geben. Am Freitag gab die MTV-Vereinsführung auf einer Pressekonferenz einen ersten Überblick darüber, was so alles im Verlaufe des Jahres 2012 geplant ist.
Ausführlicher Bericht in der Emder Zeitung vom 04. Februar 2012
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Samstag, 4. Februar 2012

Ehrenbürger Adolf Hitler löschen?

Aberkennung der Ehrenbürgerschaft als symbolischer Akt
wj Aurich. Dass Adolf Hitler einst Ehrenbürger von Aurich war, ist kein Geheimnis. Jeder kann das z.B. im Online-Lexikon Wikipedia nachlesen. Während der Fragestunde in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag warf ein Bürger, der auf den entsprechenden Eintrag bei Wikipedia gestoßen war, die Frage auf, ob eine Möglichkeit bestehen würde, Hitler komplett von der Ehrenbürgerliste zu löschen. Der Rat empfahl der Verwaltung, zu prüfen inwiefern diese Option Sinn macht oder nicht.

Um das von vornherein klarzustellen: Adolf Hitler ist natürlich längst kein Ehrenbürger von Aurich mehr. Juristisch gesehen ist seine Ehrenbürgerschaft mit seinem Tod automatisch erloschen. Und das trifft genauso auf die vielen anderen Städte und Gemeinden zu, wo Hitler früher Ehrenbürger war. Nichtsdestotrotz ist die Diskussion darüber, ob eine solche Ehrenbürgerschaft nachträglich offiziell aberkannt werden kann, keineswegs neu. Wenngleich es sich dabei um einen eher symbolischen Akt handelt, haben etliche Städte und Gemeinden beschlossen diesen Schritt dennoch zu vollziehen. Passiert ist das unter anderem vor rund einem Jahr in Esens, wo man im Zuge von Recherchen zu einer Chronik mehr zufällig darauf gestoßen war, dass Hitler hier ebenfalls einmal Ehrenbürger gewesen ist. Eine offizielle Aberkennung einer Ehrenbürgerschaft hat es auch in Aurich bereits gegeben. Sie betraf den NSDAP-Politiker Franz Seldte, der allerdings noch lebte, als man ihm 1945 die Ehrenbürgerschaft wieder entzog..

Auffallend ist, dass Aurich mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde unter dem Strich recht sparsam war. Insgesamt hat die Stadt bisher überhaupt nur erst fünf Personen zu Ehrenbürgern ernannt. Der letzte war der 1954 verstorbene ehemalige Regierungspräsident und langjährige Präsident der Ostfriesischen Landschaft Jann Berghaus. Die ersten beiden Auricher Ehrenbürger waren der Internist und Augenarzt Friedrich Theodor von Frerichs (1819 – 1885) und der frühere Reichspräsident und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg (1847 – 1934). Danach kamen dann Adolf Hitler und Franz Seldte.
Sonntagsblatt vom 05. Februar 2012
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Freitag, 3. Februar 2012

Neues Konzept für Brems Garten

Neues Gesicht - neuer Name - neue Arbeitsplätze
wj Aurich. Mit einem frischen oder besser gesagt: erfrischenden Konzept möchte der einstige Auricher Traditionsbetrieb Brems Garten noch in diesem Jahr endlich wieder durchstarten. Während die ehemaligen Hotelzimmer im ersten und zweiten Obergeschoss in Büroräume umgewandelt und an den Landkreis Aurich vermietet werden, sollen Erd- und Kellergeschoss neu gestaltete Gastronomiebereiche mit einer eigenen Brauanlage erhalten. Federführend verantwortlich für diesen gastronomischen Bereich sind die Gebrüder Ewald und Christof Maas. Für die 25 bis 30 neuen Arbeitsplätze, die sie dort schaffen wollen, nehmen sie ab sofort Bewerbungen entgegen. Gesucht wird vor allem qualifiziertes Service- und Küchenpersonal. Darüber hinaus soll das Objekt einen neuen Namen bekommen. Vorschläge dazu können ebenfalls ab sofort eingereicht werden. Die beste Idee wird laut Ewald Maas mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro belohnt.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 04. Februar 2012. Grafik: Stadt Aurich.
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Donnerstag, 2. Februar 2012

INTERVIEW mit Atze Schröder

Warum leiden so wenige Hausfrauen unter "Burnout"?
wj Aurich. „Ja, nee is klaaaar....“ - Unter den deutschen Comedians zählt Atze Schröder zweifelsohne zu den beständigsten Figuren. Gerade ist der Mann mit dem unverwechselbaren Lockenköpfchen wieder unterwegs auf großer Bühnen-Tournee und wird am 6. Dezember 2012 auch in der Auricher Sparkassenarena Station machen. Aus diesem Anlass stand er im folgenden Interview Rede und Antwort und erzählt, was ihm momentan alles so Kopfzerbrechen bereitet.

Frage: „Schmerzfrei“ heißt das neue Programm. Bedeutet das, Atze Schröder geht wieder dahin, wo es weh tut?
Atze Schröder: Ganz genau. Mein neues Programm wird noch härter als  mein letztes. Im Prinzip möchte ich darin mit meinen eigenen Worten beschreiben und erklären, was man sich unter dem Begriff „schmerzfrei“ so alles vorstellen kann. Zum Beispiel bin ich neulich in Nürnberg an einem Coffee-Shop vorbei gekommen. Da stand auf einen Schild: „Coffee to go“. Darunter hatte jemand geschrieben: „Jetzt auch zum Mitnehmen“. Das sind die kleinen Schmerzfreiheiten, über die ich reden werde. Es gibt natürlich auch große, wie zum Beispiel die Griechen. Über vierzig Jahre haben wir ja gedacht, der Uso nach dem Essen wäre umsonst. Jetzt stellt sich heraus: Wir müssen ihn doch bezahlen. Jemand wie Berlusconi ist auch schmerzfrei. Der tritt ja nicht zurück. Der schwillt ab. Und unser Oberhäuptling in Deutschland macht es gerade auch vor.

Frage: Sie meinen unseren Bundespräsidenten Christian Wulff? Ist der auch ein Thema für Atze?
Atze: Natürlich setze ich mich auch mit Christian Wulff auseinander. Ich habe das allerdings wirklich sehr, sehr kurz gehalten. Denn ich finde, dass dieses Thema eigentlich schon wieder völlig „out“ ist.

Frage: Inwiefern spielt das aktuelle Tagesgeschehen überhaupt eine Rolle im Programm?
Atze: Vor allem in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten beschäftige ich mich mit den aktuellen Sachen. Ich gucke dafür auch schon mal in die Zeitung oder frage den Hausmeister der Halle, was es so Neues gibt. Wenn etwas dabei ist, was in mein Programm passt, versuche ich das natürlich irgendwie einzubauen.

Frage: Vielleicht auch ein bisschen Lokalpolitik oder zumindest Lokalkolorit?
Atze: Als ich das letzte Mal in Ostfriesland aufgetreten bin, das war in der Emder Nordseehalle. Da habe ich versucht, auf der Bühne Emder Platt zu sprechen. Ich kann das natürlich nicht richtig. Aber irgendwie habe ich den Tonfall wohl so gut getroffen, dass die Halle plötzlich Kopf stand. 
Komplettes Interview im Sonntagsblatt vom 05. Februar 2012
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Vor 75 Jahren: Todestag von Heinrich Oltmann

Mutiger Pastor in der NS-Zeit
wj Leer. Die Bekennende Kirche wird heute vor allem mit Namen wie Martin Niemöller, Dietrich Bonhoeffer oder Karl Barth in Verbindung gebracht. Dass an der evangelischen Oppositionsbewegung, die sich während des Nationalsozialismus gegen die Gleichschaltung zur Wehr zu setzte, zahlreiche ostfriesische Theologen maßgeblich beteiligt gewesen sind, fällt oft unter den Tisch. Zu diesen Persönlichkeiten zählte auch der Logaer Pastor Heinrich Oltmann, der im Februar 1937 im Alter von nur 44 Jahren verstarb.

Rückblickend hat Heinrich Oltmann sich selbst einmal als „verspätetes Weihnachtsgeschenk“ bezeichnet. Geboren wird er am 29. Dezember 1892 in Weener. Er ist das dritte von vier Kindern. Der Vater gehört der reformierten Kirche an. Die Mutter ist bei Heinrichs Geburt bekennende Baptistin. Vermutlich bedingt dadurch legt der Sohn bereits früh freikirchlich-pietistische Neigungen an den Tag, lässt sich aber erst im vergleichsweise reifen Alter von 19 Jahren taufen. Seinen ursprünglich gehegten Berufswunsch, Missionsarzt zu werden, hat er fallen gelassen und will jetzt stattdessen Theologie studieren. Zu diesem Zweck geht er nach Bethel und Tübingen. Die analytisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Bibel entspricht allerdings nicht unbedingt Heinrich Oltmanns eher intuitiv motivierter Auffassung von Gott und Religion. Unter regulären Umständen wäre seine universitäre Laufbahn daher höchstwahrscheinlich kläglich gescheitert. Doch weil inzwischen der Krieg ausgebrochen ist, zeigt sich die Prüfungskommission gnädig und drückt ein Auge zu. Mit Ach und Krach besteht der Theologiestudent aus Ostfriesland sein erstes Staatsexamen und wird, obwohl aufgrund der Folgen einer Scharlacherkrankung zunächst für untauglich befunden, kurz darauf eingezogen und an die Westfront beordert. Im Herbst 1916 überlebt er als einziger seiner Einheit einen schweren Artillerievolltreffer und muss für sieben Monate ins Lazarett. Danach erklärt man ihn endgültig für dienstuntauglich und entlässt ihn aus dem Militärdienst.
Ausführliches Porträt im Ostfrieslandmagazin 02/2012. Foto: privat
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