Mittwoch, 13. Dezember 2017

CineTipp: Star Wars 8

Die bösen Mächte lassen einfach nicht locker
wj Aurich. „Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie“. Mit diesem heute längst legendären Vorspann begann vor 40 Jahren ein Science-Fiction-Epos, das zumindest hier bei uns auf der Erde inzwischen fast sämtliche vorstellbaren Dimensionen durchbrochen hat. Die Rede ist natürlich von „Star Wars“. Jetzt dürfen sich die Fans auf den nunmehr achten Teil freuen. Darin dreht sich alles um „Die letzten Jedi-Ritter“, so der deutsche Untertitel.

Ausführliche Rezensionen in der Rheiderland-Zeitung (Fr.) und im Ostfriesischen Kurier (Sa.)
Kinostart: 14. Dezember 2017. Foto und Trailer: Lucasfilm
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Samstag, 9. Dezember 2017

Alte Auricher Ansichten 2018

Fortsetzung einer erfolgreichen Kalender-Geschichte
wj Aurich. „Die Nachfrage ist ungebrochen“, freut sich Almuth Maaß. Deswegen hat sie auch für das nächste Jahr wieder gemeinsam mit Rolf-Werner Belsene zum insgesamt nunmehr fünften Mal ihren Kalender „Aurich in alten Ansichten“ aufgelegt. Und weil die Resonanz nach wie vor hoch ist, gibt es quasi als Bonus für 2018 zusätzlich noch einen weiteren Kalender mit historischen Fotos und Postkartenansichten aus den Ortsteilen Sandhorst, Tannenhausen und Plaggenburg.
Ausführlicher Bericht im Sonntagsblatt vom 10. Dezember 2017
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Donnerstag, 7. Dezember 2017

Auricher Filmklappe 2017

Leer und Aurich teilen sich die ersten Plätze
wj Ostfriesland. Pfiffige Story-Ideen von heiter bis hintergründig bestimmten das Bild bei der diesjährigen Auricher Filmklappe, deren Preisverleihung am vergangenen Mittwoch erstmals im frisch eröffneten Auricher Kino an der Emder Straße über die Bühne ging. Die Sieger machten ausnahmslos Einrichtungen aus den Landkreisen Aurich und Leer unter sich aus. Klarer „Abräumer“ war die Freie Christliche Schule Ostfriesland aus Moormerland, die in zwei Kategorien ganz vorne landete und dazu noch einen Sonderpreis sowie einen zweiten Platz gewinnen konnte. Insgesamt hatten rund 350 Schülerinnen und Schüler 34 Beiträge für die 15. Auflage des Nachwuchs-Kurzfilmwettbewerbs eingereicht.
Ausführlicher Bericht im Anzeiger für Harlingerland vom 07. Dezember 2017
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Söhne des Nordens 2017

Mit dem "Boat on the River" auf zu neuen Ufern
wj Ostfriesland. Alles neu macht längst nicht nur der Mai. Just jetzt im Dezember können sich zum Beispiel die Fans der „Söhne des Nordens“ auf ein neues Programm ihrer musikalischen Lieblinge freuen. Das ostfriesische Unplugged-Quartett hat gerade die ersten Konzerte seiner traditionellen Weihnachtstour erfolgreich hinter sich gebracht. Dabei beweisen Helmut Bengen, Holger Billker, Oliver Jüchems und Jens Meints, dass sie sich zumindest in einem Punkt weiterhin treu geblieben sind: Ihr Repertoire zeichnet sich nämlich nach wie vor durch ein hohes Maß an Vielfalt aus.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 07. Dezember 2017
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Mittwoch, 6. Dezember 2017

CineTipp: Daddy's Home 2

Noch mehr Väter mit noch mehr Problemen
wj Aurich. Wie kriegt man innerhalb einer Patchwork-Familie Stiefvater und leiblichen Vater trotz zweier grundverschiedener Charaktere unter einen Hut? Das ist im Kern die Frage, mit der sich die amerikanische Komödie „Daddy's Home - Ein Vater zu viel“ beschäftigt. Für die Fortsetzung „Daddy's Home 2“ hat Regisseur Sean Anders („Kill the Boss 2“) noch ein bisschen was an Personal oben draufgepackt. Denn darin gibt es jetzt „Mehr Väter, mehr Probleme“, so der deutsche Untertitel.

Ausführliche Rezensionen in der Rheiderland-Zeitung (Fr.) und im Ostfriesischen Kurier (Sa.)
Kinostart: 07. Dezember 2017. Foto und Trailer: Paramount Pictures
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Dienstag, 5. Dezember 2017

Kino Tag der offenen Tür

Schaulustige Film-Fans positiv beeindruckt
wj Aurich. „Wir sind hochzufrieden“, lautet das Fazit von Kino-Chefin Astrid Mucki hinsichtlich der Resonanz auf ihr Auricher Lichtspielhaus. Allein der Tag der offenen Tür am Sonntag lockte rund 7000 „schaulustige“ Filmfans in das frisch eröffnete Kino an der Emder Straße. Und die zeigten sich im Großen und Ganzen ebenfalls positiv beeindruckt von dem neuem Haus.
Ausführlicher Bericht im Anzeiger für Harlingerland vom 05. Dezember 2017
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Aus Ostfriesland um die Welt

Jeder Transport ist eine Herausforderung
wj Aurich. Mal eben einen Flugsimulator aus Kanada abholen, eine komplette Kunstausstellung von Europa nach Havanna liefern oder die Fassade vom „Otto Huus“ in Süddeutschland neu wiederaufleben lassen – solche und ähnliche ungewöhnlichen Aufträge gehören für ihn zu seinem regulären Arbeitsalltag. Tjardo Frei und sein in Aurich ansässiges Logistik-Unternehmen „netcon-int“ haben sich auf den Transport sensibler und gefährlicher Güter spezialisiert. Die Kunden kommen von Europa über Amerika bis hin nach Asien aus der ganzen Welt. Viele von den für seine Tätigkeit erforderlichen komplexen Kenntnissen hat der 29-jährige gebürtige Emder, der inzwischen in Westerholt wohnt, in seiner ostfriesischen Heimat gelernt. Und der fühlt er sich trotz seiner mannigfaltigen internationalen Aktivitäten nach wie vor eng verbunden.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 05. Dezember 2017
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Montag, 4. Dezember 2017

Carl Carlton live 2017

Ein Plädoyer für gute Grooves und Grünkohl
wj Aurich. „Wat wullt du denn in Hollywood?“, hätte seine ostfriesische Verwandtschaft häufig gefragt, wenn er mal wieder aus Amerika auf Heimatbesuch gewesen wäre, erzählte Carl Carlton bei seinem Auftritt am vergangenen Samstag in Aurich. Nun war und ist der gebürtige Westoverledinger eigentlich vorzugsweise im Osten der USA unterwegs. Dass das, was er aus New York, Memphis und New Orleans musikalisch mitgenommen hat, allerdings durchaus nicht von schlechten Eltern ist, davon durften sich rund 350 Zuschauer auf dem Konzert in der Stadthalle überzeugen.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 04. Dezember 2017
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Samstag, 2. Dezember 2017

Maßnahmen Popenser Straße

Vorschläge zwecks Image-Verbesserung
wj Aurich. Dass die Gegend rund um die Popenser Straße in Aurich nicht unbedingt den besten Ruf genießt, ist hinlänglich bekannt. Eine kürzlich von der Initiative „Prävention für Aurich“ (PFAU) in Auftrag gegebene Studie hat dies noch einmal bestätigt. Allerdings bleibt es in der Studie nicht bei der reinen Bestandsaufnahme. Sie präsentiert konkrete Verbesserungsvorschläge, die Linda Wehly vom Kommunikationsbüro Fecht & Helmig im Sozialausschuss der Stadt Aurich vorstellte.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 02. Dezember 2017
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Donnerstag, 30. November 2017

Einweihung neues Kino

Nicht nur optisch ein echtes Vorzeigeobjekt
wj Aurich. Regentropfen draußen wie drinnen gaben den Ton an bei der feierlichen Eröffnung des neuen Auricher Kinos am vergangenen Dienstagabend. Allerdings wurden die rund 250 geladenen Ehrengäste im schicken Interieur des Etablissements zumindest von außen nicht nass. Denn der Regen kam dort lediglich aus der Konserve, um die Vorzüge des modernen 360-Grad-Sound-Systems zu demonstrieren. Das beeindruckte mindestens genauso wie der erste öffentlich gezeigte Film, der sich kritisch mit der Geschichte der ehemals auf dem Gelände befindlichen „Bullenhalle“ auseinandersetzte.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 30. November 2017
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Mittwoch, 29. November 2017

CineTipp: Coco

Der Tag, an dem die Toten die Lebenden besuchen
wj Aurich. Bis heute genießt der „Día de los Muertes“ in Mexiko einen hohen Stellenwert. Dahinter steckt ein alter Glaube, wonach die Toten einmal im Jahr gegen Ende der Erntezeit aus dem Jenseits kommen, um gemeinsam mit den Lebenden ein Wiedersehen zu feiern. Und dann ist nicht etwa stille Einkehr angesagt. Das, was rund um den „Tag der Toten“ abgeht, gleicht eher einem karnevalesken Volksfest mit jeder Menge Musik, Tanz und Verkleidungen. Dieser Brauch bildet den Rahmen für den neuen Disney-Pixar Animationsstreifen „Coco – lebendiger als das Leben!“

Ausführliche Rezensionen in der Rheiderland-Zeitung (Fr.) und im Ostfriesischen Kurier (Sa.)
Kinostart: 30 November 2017. Foto und Trailer:Disney-Pixar
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Sonntag, 26. November 2017

Auricher Kinogeschichte

120 Jahre bewegte Bilder im Zeitraffer
wj Aurich. Nachdem die Gebrüder Lumière 1895 in Frankreich ihren „Cinematographen“ vorgestellt hatten, fanden die bewegten Bilder auch recht schnell den Weg nach Deutschland. Eine der ersten öffentlichen Filmvorführungen in Aurich ist für den Februar 1897 belegt. Laut einem Zeitungsinserat lief im Schützenhof damals über mehrere Tagen eine „große Vorstellung der lebenden Fotografie“, bei der u.a. der „Einzug des Zaren in Paris“ zu sehen war. Der Eintritt kostete 50 Pfennige. Kinder zahlten die Hälfte.
Ausführlicher Bericht im Sonntagsblatt vom 26. November 2017
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Freitag, 24. November 2017

Neues Kino bald fertig

Große Leinwände und bequeme Sitzreihen
wj Aurich. „Wir möchten unserem Publikum ein Kino-Erlebnis bieten“, umreißt Astrid Muckli ihre Geschäftsphilosophie kurz und knapp in einem Satz. Dafür haben sie und ihre Familie stolze 10 Millionen Euro investiert, um in Aurich an der Emder Straße schräg gegenüber von der Sparkassenarena ein nagelneues Kino bauen zu lassen. Das steht jetzt kurz vor der Fertigstellung. Der offizielle Eröffnungstermin ist der kommende Donnerstag, 30. November 2017. Am darauffolgenden Sonntag, 3. Dezember, findet von 11 Uhr bis 17 Uhr ein Tag der offenen Tür statt.
Ausführlicher Bericht in der Emder Zeitung vom 24. November 2017
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Mittwoch, 22. November 2017

Alice Cooper live 2017

Horror-Show mit hohem Originalitäts-Faktor
wj Aurich. Schrill, schräg und vor allem höllisch laut: Alice Cooper und seine Band gaben bei ihrem Live-Auftritt am vergangenen Montag in der Auricher Sparkassenarena den rund 2000 Fans so ziemlich genau das, was diese auch von ihnen erwartet haben dürften. Dabei überzeugte der Altmeister mit seiner gewohnt fulminanten Horror-Bühnenshow, die selbst nach über 40 Jahren immer noch beeindruckt und begeistert.
Ausführlicher Bericht im Heimatblatt vom 22. November 2017
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CineTipp: Paddington 2

Turbulente Komödie mit viel Action und viel Herz
wj Aurich. Dass eine Verfilmung von Paddington Bär in England ganz oben in den Kino-Charts landen würde, war fast zu erwarten. Immerhin ist die nach dem gleichnamigen Londoner Bahnhof benannte populäre Kinderbuchfigur dort 1958 von Micheal Bond ursprünglich einmal erfunden worden. Allerdings lockte der knuddelige Plüschkamerad darüber hinaus um die Jahreswende 2014/2015 auch auf dem europäischen Festland sowie in Amerika, Australien und sogar in Japan Millionen Menschen in die Kinos. Allein in Deutschland waren es über 2 Millionen Zuschauer. Jetzt kommt, was angesichts des großen Erfolges wiederum vergleichsweise leicht vorhersehbar war, nämlich die Fortsetzung mit dem schlichten Titel „Paddington 2“.

Ausführliche Rezensionen in der Rheiderland-Zeitung (Fr.) und im Ostfriesischen Kurier (Sa.)
Kinostart: 23 November 2017. Foto und Trailer:Studiocanal
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Dienstag, 21. November 2017

Simon Beckett in Aurich

"David Hunter gibt gleich draußen Autogramme"
wj Aurich. Warum treibt eine Wasserleiche oben, wenn der lebendige Körper ohne Schwimmbewegungen wie Stein nach unten sinkt? Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich David Hunter, der Protagonist des Bestseller-Autors Simon Beckett. Am Sonntag gastierte der britische Schriftsteller im Rahmen der 10. Ostfriesischen Krimitage vor rund 360 Zuschauern in der Auricher Stadthalle und stellte seinen neuesten Roman „Totenfang“ vor. Unterstützt wurde er dabei von der Schauspielerin Margarete von Schwarzkopf.
Ausführlicher Bericht im Anzeiger für Harlingerland vom 21. November 2017
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Mehr Lehrkräfte

Auch Ostfriesland braucht langfristig mehr Lehrkräfte
wj Aurich. Obwohl die meisten Schulen in Ostfriesland gut aufgestellt sind, werden auch hier über kurz oder lang mehr zusätzliche neue Lehrkräfte gebraucht. Das sagt jedenfalls der Präsident der Niedersächsischen Landeschulbehörde Ulrich Demwolf, der am Montag seiner Außenstelle in Aurich einen Besuch abstattete. Momentan herrscht demnach speziell für die Stadt Emden akuter Handlungsbedarf.
Ausführlicher Bericht in der Emder Zeitung vom 21. November 2017
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Montag, 20. November 2017

Historische Ostfriesland-Karten

Verstaubtes Image der Kartographie glänzend aufpoliert
wj Aurich. Es soll ja Navigationssysteme geben, die ihre Fahrer, statt auf den richtigen Weg, ab und an auch mal in die Irre führen. Ein Grund dafür ist oft fehlerhaftes Kartenmaterial. Dass so etwas eine durchaus lange Tradition hat, konnten die Teilnehmer des diesjährigen Tags der ostfriesischen Geschichte erfahren. Der fand am vergangenen Samstag im Auricher Landschaftsforum statt. Hauptreferent war Michael Recke aus Emden. Und der meint: „Karten lügen immer“, so jedenfalls die Überschrift seines Vortrags.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 17. November 2017
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Freitag, 17. November 2017

Johannes Oerding live 2017

Deutschrock mit viel Charme, Herz und Witz
wj Aurich. „Kreise“ heißt sein aktuelles Album. Seine musikalischen Wirkungskreise werden stetig größer und weiter. Reichte früher einmal die Stadthalle aus, musste es vergangenen Mittwoch schon die Sparkassenarena sein, um die rund 2000 Zuschauer unterzubringen, die Johannes Oerding und dessen Band live erleben wollen. Und die zahlreichen Fans sollten nicht enttäuscht werden. Gut zwei Stunden dauerte die Show, in der der gebürtige Münsteraner von der ersten bis zur letzten Minute mit starker Stimme und bemerkenswerter Bühnenpräsenz glänzte.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 17. November 2017
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Portale werden restauriert

Eingänge erstrahlen ab März in frischem Glanz
wj Aurich. Von Umwelt- und Witterungseinflüssen über mangelhafte Verschönerungsmaßnahmen bis hin zu unartigen Hunden reicht die Palette der negativen Einflüsse, unter denen die Sandsteinportale an den Eingängen zur Ostfriesischen Landschaft in Aurich im Laufe der Zeit zu leiden hatten. Nicht zuletzt dank einer großzügigen Spende der regionalen Sparkassen in Höhe von 21.000 Euro können die längst dringend erforderlichen Restaurierungsarbeiten jetzt endlich in Angriff genommen werden. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich laut Angaben der Verantwortlichen auf gut 50.000 Euro.
Ausführlicher Bericht im Ostfriesischen Kurier vom 17. November 2017
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Mittwoch, 15. November 2017

INTERVIEW mit Alice Cooper

"Gute Kunst muss das Publikum aufrütteln"
Zuerst war es lediglich der Name der Band. Inzwischen ist Alice Cooper untrennbar verbunden mit dem Frontmann und Sänger, der dank Hits wie „School's Out“ oder „No More Mr. Nice Guy“ in Kombination mit seiner fulminanten Horror-Bühnen-Show nach wie vor die Massen zu begeistern weiß. Im Sommer überraschte der Altmeister mit einem neuen Studioalbum. Jetzt gerade ist er wieder unterwegs auf großer Live-Tournee. Am 20. November wird der Shock-Rocker mit seiner Band in der Auricher Sparkassenarena Station machen. Aus diesem Anlass stand Vincent Damon Furnier alias Alice Cooper im folgenden Interview Rede und Antwort. 

Frage: Sofern man ihrem Song „No More Mr. Nice Guy“ Glauben schenken darf, waren Sie früher einmal ein netter Kerl. Wenn man Sie auf der Bühne sieht, fällt einem diese Vorstellung schwer.
Alice Cooper: Ich kann nach wie vor ein sehr netter Kerl sein. Alice Cooper bin ich nur auf der Bühne. Im echten Leben bin ich das nicht und will das auch gar nicht sein. Der Schurke tritt bei mir nur hervor, wenn ich die Bühne betrete. Abseits der Bühne bin ich ganz und gar nicht böse. Das habe ich auch bei anderen Künstlern oft erlebt, zum Beispiel bei Vincent Price oder Christopher Lee. Wenn du dir deren Filme anschaust, spielen die ja ganz schön finstere Kreaturen. Aber privat waren das die freundlichsten und höflichsten Menschen, die ich jemals in meinem Leben getroffen habe. Das entspricht ungefähr dem, was ich mit Alice mache und wie ich damit umzugehen versuche.

Frage: Woher rührt diese Faszination für den Horror und das Böse? Und wie kamen Sie auf die Idee, das auf die Musik zu übertragen? 
Cooper: Ich dachte, Rock'n'Roll könnte einen Schurken gut gebrauchen. Und ich fand, die Leute hatten etwas Besseres verdient als solche Saubermänner wie David Cassidy oder Donny Osmond. Mir war jedoch wichtig, einen Bösewicht zu erschaffen, der auch ein bisschen Spaß rüberbringt. Der ist trotzdem irgendwo immer noch furchteinflößend gewesen, aber eben vorrangig für die Eltern. Die Kinder haben das mit dem Spaßfaktor deutlich schneller geblickt und besser verstanden, worum es mir ging.

Frage: Für Aufregung und Schlagzeilen hat es dennoch allemal gereicht
Cooper: Das stimmt. Aber es war damals in den 70er Jahren ausgesprochen leicht, die Leute zu schockieren.
Ausführliches Interview im Heimatblatt vom 15. November 2017
Foto: Ross Halfin
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