Mittwoch, 3. Januar 2018

INTERVIEW mit Peter Kraus

"Nur Rock'n'Roll wäre mir zu wenig"
Obwohl er stramm auf die 80 zugeht, ist dieser Mann irgendwie nicht von der Bühne wegzukriegen. Selbst als Peter Kraus sich vor ein paar Wochen während einer Fernsehshow die Schulter brach, konnte ihn das nicht aus der Bahn werfen. Im nächsten Frühjahr ist der Entertainer wieder unterwegs auf großer Tour. Am 28. März 2018 gastiert er mit seinem neuen Programm „Schön war die Zeit! Die Kulthits der wilden 50er & 60er“ in der Auricher Stadthalle. Aus diesem Anlass stand Peter Kraus in folgendem Interview Rede und Antwort.

Frage: Als Sie sich kürzlich vor laufenden Kameras die Schulter gebrochen haben, war das für viele Fernsehzuschauer ein ziemlicher Schock. Würden Sie zustimmen, dass das Show-Business generell härter geworden ist? 
Peter Kraus: Allein die Tatsache, dass so etwas heutzutage in einer Fernsehsendung passieren kann, zeigt, dass die Zeiten tatsächlich um einiges härter geworden sind. Ich verstehe ohnehin nicht, warum man „Spiele“ dieser Art, die zu solchen Verletzungen führen, im Fernsehen veranstalten muss. Natürlich bin ich auch selber schuld daran und ärgere mich, da überhaupt mitgemacht zu haben.

Frage: Können Sie sich noch an Ihre erste Begegnung mit dem Rock'n'Roll erinnern? 
Kraus: Da war ich so um die dreizehn bis vierzehn Jahre alt. Das kam durch die Medien, und zwar hauptsächlich durch den amerikanischen Soldatensender AFN in München. Als ich im Radio zum ersten Mal Rock'n'Roll hörte, war ich sofort hellauf begeistern. Ich habe mich nach der Schule gleich auf mein Radl geschwungen und bin beim Sender vorbei, weil ich unbedingt wissen wollte, was das für Musik war. Die haben mir das auch auf mein Tonbandgerät überspielt. Auf diese Weise bin ich an meine ersten Aufnahmen von Gene Vincent herangekommen. Das war, wenn man so will, meine erste Begegnung mit dem Rock'n'Roll. Anschließend habe ich versucht, das nachzusingen und auf meiner Gitarre nachzuspielen.
Ausführliches Interview in der Lingener Tagespost vom 03. Januar 2018
Foto: van der Voorden
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